Rückschlüsse von auffälligen Erlebens- und Verhaltensweisen von Kindern auf sexuellen Missbrauch können also Folge falscher Ursachenzuschreibung sein. Gerade in Trennungs- und Scheidungsfamilien erhöht sich die Gefahr solcher Fehler, weil andere Stressfaktoren das Kind belasten und überlasten und am Entstehen von Auffälligkeiten beteiligt sein können. Die Varianten möglicher Fehlschlüsse sind vielfältig (DETTEN- BORN/WALTER, Familienrechtspsychologie, 3. Auflage 2016, S. 354 f.).