men auch in den Massenmedien geläufig sind. Diese Ausdrucksformen sowie die Praxis der zunehmenden innerlichen Distanzierung gegenüber Medieninhalten führen dazu, dass Verunglimpfungen weniger leicht als ernst (sowohl verstanden als ernst gemeint wie auch als ernsthaft, d.h. gravierend) verstanden werden können. In einem Klima religiöser Freizügigkeit entfällt auch weitgehend die gesellschaftspolitische Komponente religionskritischer Aussagen: Religion wird als innere Angelegenheit empfunden, die durch äusserliche Beleidigungen nicht ernsthaft tangiert wird.