Die Verbesserung des Rückfallrisikos sei gemäss Gutachten fragil bzw. stehe auf dünnem Eis, da diese einzig auf einem altersbedingten Reifungsprozess gründe. Die Gewaltproblematik sei nicht überwunden und die Gewaltanwendung stelle situativ nach wie vor eine legitime Verhaltensoption dar. Die Fähigkeit zur Selbstkontrolle erscheine nur gering ausgeprägt. Dies sei insbesondere deshalb problematisch, da eine grundsätzliche deliktspräventive Veränderungsbereitschaft nur beschränkt vorhanden sei. Angesichts dieser Ausgangslage sei damit zu rechnen, dass im Zuge zunehmender Belastungen, Unzufriedenheit und Frustrationen die Hemmschwelle für Gewaltdelikte wieder sinken könnte.