Sie sei bisher davon ausgegangen, dass die aktive Abhängigkeit von Substanzen die Aggressionen förderten und eine wesentliche Rolle für die Delinquenz spielten, vor allem bei den Gewaltdelikten. Finde nun eine problematische Entwicklung ohne Drogenkonsum statt, lasse es für sie den Schluss zu, dass eben doch eine Persönlichkeitsstörung vorliege. Das heisse, dass die dissozialen Anteile einen deutlich stärkeren Einfluss auf das Verhalten hätten als das Abhängigkeitssyndrom. Das habe auch einen negativen Effekt auf die Prognose.