Bei einem zu offenen Setting müsse jedoch damit gerechnet werden, dass die Kooperations- und Mitwirkungsbereitschaft hinsichtlich der zuverlässigen Einnahme der Medikation, aber auch im Zusammenhang mit dem Einhalten von Regeln und Absprachen, brüchig sei und mittelfristig unzureichend vorhanden sein werde. Davon ausgehend, dass es bei einem Absetzen der Medikation zu einer psychopathologischen Verstärkung des paranoiden Beziehungserlebens komme, bestehe bei unzureichender pharmakologischer Behandlung ein erhebliches Risiko für fremdaggressives Verhalten im Sinne des Äusserns von Drohungen gegenüber Drittpersonen bis hin zur Anwendung von Gewalt.