Nach der Praxis des BGer ist eine Tätlichkeit anzunehmen bei einer das allgemein übliche und gesellschaftlich geduldete Mass überschreitenden physischen Einwirkung auf einen Menschen, die keine Schädigung des Körpers oder der Gesundheit zur Folge hat; die Verursachung von Schmerzen wird nicht vorausgesetzt (BGE 117 IV 16 f., 119 IV 27 = Pr 83 [1994] Nr. 17 S. 62, 134 IV 191). (DO- NATSCH, in: StGB/JStG Kommentar, 20. Aufl. 2018, N 1 zu Art. 126).