Die Tathandlung «Anwerben» setzt gemäss Art. 182 Abs. 1 Satz 2 StGB ein «aktives Bemühen» zur Erlangung der «Verfügungsbefugnis» über das Opfer mit dem Ziel der Ausbeutung der Arbeitskraft voraus (DELNON/RÜDY, a.a.O., N. 31 zu Art. 182 StGB). Die Beschwerdekammer geht mit der Staatsanwaltschaft einig, dass bei der Definition des Begriffs «Anwerben» bzw. der Frage, was genau unter «aktivem Bemühen» zu verstehen ist, auf die internationale Definition von Menschenhandel und die entsprechenden Quellen zurückgegriffen werden darf (dazu Stellungnahme vom 18. Mai 2020 S. 3 f.).