Insbesondere die von ihm behauptete Selbstreflektion ist jedoch kaum spürbar. Der Verurteilte bedient sich immer wieder der gleichen, von der langjährigen Therapie geprägten Floskeln, denen aber letztlich nur wenig Gehalt zukommt. Aufgrund dessen ist es nur schwer nachzuvollziehen, welche Veränderungen bei ihm tatsächlich eingetreten sind und wo er sich nur leerer Worte bedient. Die wenig spürbare Authentizität und die geringe Fähigkeit zur Selbstkritik sind mit Blick auf die Legalprognose als problematisch einzustufen. Auf der anderen Seite ist ebenfalls von Bedeutung, dass das deliktische Verhalten des Verurteilten wie bereits ausgeführt von einer gewissen Vorlaufszeit geprägt