Entgegen der Feststellung der Staatsanwaltschaft stelle die Urkunde somit weder eine Urkundenfälschung noch eine unechte bzw. unwahre Urkunde dar. Das Wort «suggerieren» stelle keine zulässige Art und Weise dar, mit der ein Anwalt arbeiten dürfe. Dies ergebe sich bereits aus der Wahrheitspflicht gemäss Art. 52 ZPO. Das Wort «suggerieren» habe unter anderem die (negative) Bedeutung: «Darauf abzielen, einen bestimmten [den Tatschen nicht entsprechenden] Eindruck entstehen zu lassen». Auch unter Berücksichtigung der Synonyme («beeinflussen»; «vortäuschen»; «manipulieren») ergebe sich das gleiche Bild.