{"Signatur": "BE_OG_008", "Spider": "BE_ZivilStraf", "Datum": "2016-08-18", "PDF": {"Datei": "BE_ZivilStraf/BE_OG_008_BK-2016-239_2016-08-18.pdf", "URL": "https://www.zsg-entscheide.apps.be.ch/tribunapublikation/tribunavtplus/ServletDownload/BK_2016_239_323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e7787fe78c15b2450c13bae4d9403a6a22f27046ad28908d581c7351fb893ecba0e46d861c1fbaa83fe7de770151445f1627?path=323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e7787fe78c15b2450c13bae4d9403a6a22f27046ad28908d581c7351fb893ecba0e46d861c1fbaa83fe7de770151445f1627&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=BK_2016_239", "Checksum": "7cde5531603d7cba2c44bef6b1e17dde"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["BK 2016 239"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Bern Obergericht Beschwerdekammer in Strafsachen 18.08.2016 BK 2016 239"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Chambre de recours pénale 18.08.2016 BK 2016 239"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Beschwerdekammer in Strafsachen"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Chambre de recours pénale"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna  Beschwerdekammer in Strafsachen"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Beschwerdekammer in Strafsachen  des Obergerichts des Kantons Bern"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "DNA-Analyse Strafverfahren wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs | Andere Verfügungen StA, Polizei (393-a)"}], "ScrapyJob": "446973/22/2112", "Zeit UTC": "04.12.2025 08:11:08", "Checksum": "8811587d01bcc1970a9be99070f544c5", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Bern Obergericht Beschwerdekammer in Strafsachen 18.08.2016 BK 2016 239\nRegeste:\nDNA-Analyse Strafverfahren wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs | Andere Verfügungen StA, Polizei (393-a)\n\nObergericht Cour suprême\ndes Kantons Bern du canton de Berne\n\nBeschwerdekammer in Chambre de recours pénale\nStrafsachen\n\nHochschulstrasse 17\nPostfach\nBeschluss\n3001 Bern BK 16 239\nTelefon +41 31 635 48 09\nFax +41 31 635 48 15\nobergericht-straf.bern@justice.be.ch\nwww.justice.be.ch/obergericht Bern, 18. August 2016\n\nBesetzung Oberrichter Trenkel (Präsident i.V.), Oberrichter Stucki, Oberrichterin Apolloni Meier\nGerichtsschreiber Kind\n\nVerfahrensbeteiligte A.________\nBeschuldigte/Beschwerdeführerin\n\nB.________\nStraf- und Zivilkläger\n\nGegenstand DNA-Analyse\nStrafverfahren wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs\n\nBeschwerde gegen die Verfügung der Regionalen Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland vom 31. Mai 2016 (BM 16 22629)\nErwägungen:\n\n1. Am 10. April 2016 wurde die leerstehende Liegenschaft C.________ in der Gemeinde D.________ besetzt, wobei sieben Beschuldigte – darunter die Beschwerdeführerin – von der Polizei identifiziert werden konnten. Am 31. Mai 2016 wurde\ngegen die identifizierten Personen ein Strafverfahren wegen Sachbeschädigung\nund Hausfriedensbruchs eröffnet.\nRund dreieinhalb Monate vor dieser Besetzung kam es am 27. Dezember 2015 bereits zu einer Hausbesetzung in E.________, an der F.________strasse. Die Polizei konnte damals das fragliche Gebäude am 30. Dezember 2015 räumen, wobei\nkeine Personen angehalten wurden. Im Rahmen der polizeilichen Ermittlungen\nwurden fünf DNA-Profile erstellt, von denen zwei zugeordnet werden konnten. Die\nrestlichen drei Profile blieben offen.\nAm 31. Mai 2016 ordnete die Regionale Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland an,\ndass die Beschwerdeführerin erkennungsdienstlich zu behandeln und von ihr\nzwecks Erstellung eines DNA-Profils Wangenschleimhautabstriche zu entnehmen\nseien. Das erstellte DNA-Profil sei mit den offenen Spuren der Hausbesetzung vom\nDezember 2015 in E.________ abzugleichen. Das DNA-Profil sollte dabei nicht in\ndas DNA-Informationssystem aufgenommen, sondern nach durchgeführtem Abgleich bei Nichtübereinstimmung vernichtet werden.\nGegen diese Verfügung erhob die Beschwerdeführerin am 9. Juni 2016 Beschwerde. Sie beantragte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung. Die Verfahrensleitung der Beschwerdekammer erteilte der Beschwerde am 15. Juni 2016 die aufschiebende Wirkung. Die Generalstaatsanwaltschaft schloss in ihrer Stellungnahme vom 4. Juli 2016 auf eine kostenfällige Abweisung der Beschwerde. Die Beschwerdeführerin replizierte am 22. Juli 2016 unter Aufrechterhaltung ihres Beschwerdebegehrens.\n\n2. Gegen Verfügungen und Verfahrenshandlungen der Staatsanwaltschaft kann bei\nder Beschwerdekammer in Strafsachen innert 10 Tagen schriftlich und begründet\nBeschwerde geführt werden (Art. 393 Abs. 1 Bst. a i.V.m. Art. 396 Abs. 1 der\nSchweizerischen Strafprozessordnung vom 5. Oktober 2007 [StPO; SR 312],\nArt. 35 des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1] i.V.m. Art. 29 Abs. 2 des Organisationsreglements des Obergerichts vom 23. Dezember 2010 [OrR OG; BSG\n162.11]). Die Beschwerdeführerin ist durch die angefochtene Verfügung unmittelbar in ihren rechtlich geschützten Interessen betroffen und somit zur Beschwerdeführung legitimiert (Art. 382 Abs. 1 StPO). Auf die form- und fristgerechte Beschwerde ist einzutreten.\n\n3.\n3.1 Die Beschwerdeführerin machte in ihrer Beschwerde geltend, dass sie im fraglichen Zeitpunkt, als die Hausbesetzung in E.________ stattfand (Dezember 2015),\nmit ihren Eltern und ihrer Schwester in den Ferien gewesen sei. Sie legte ihrer Beschwerde eine Kopie der Hotelreservation (ausgestellt auf den Namen ihrer Mutter)\n\n"}