{"Signatur": "BE_OG_008", "Spider": "BE_ZivilStraf", "Datum": "2016-08-04", "PDF": {"Datei": "BE_ZivilStraf/BE_OG_008_BK-2016-237_2016-08-04.pdf", "URL": "https://www.zsg-entscheide.apps.be.ch/tribunapublikation/tribunavtplus/ServletDownload/BK_2016_237_323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e778364ef714cd70e666e5ee320b7b564038bda7f142954411a4f68e9e98df6273a0ea105220f29efb50f2427c54465d50fc?path=323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e778364ef714cd70e666e5ee320b7b564038bda7f142954411a4f68e9e98df6273a0ea105220f29efb50f2427c54465d50fc&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=BK_2016_237", "Checksum": "0bb72bc9aeb179bdcb8a1ffeca8fd93e"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["BK 2016 237"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Bern Obergericht Beschwerdekammer in Strafsachen 04.08.2016 BK 2016 237"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Chambre de recours pénale 04.08.2016 BK 2016 237"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Beschwerdekammer in Strafsachen"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Chambre de recours pénale"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna  Beschwerdekammer in Strafsachen"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Beschwerdekammer in Strafsachen  des Obergerichts des Kantons Bern"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Verfahrenskosten / Parteikostenentschädigung | Einstellung/Nichtanhandnahme"}], "ScrapyJob": "446973/22/2112", "Zeit UTC": "04.12.2025 08:14:25", "Checksum": "e0cb630010db5f1851829caab25d7071", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Bern Obergericht Beschwerdekammer in Strafsachen 04.08.2016 BK 2016 237\nRegeste:\nVerfahrenskosten / Parteikostenentschädigung | Einstellung/Nichtanhandnahme\n\nObergericht Cour suprême\ndes Kantons Bern du canton de Berne\n\nBeschwerdekammer in Chambre de recours pénale\nStrafsachen\n\nHochschulstrasse 17\nPostfach\nVerfügung\n3001 Bern BK 16 237\nTelefon +41 31 635 48 09\nFax +41 31 635 48 15\nobergericht-straf.bern@justice.be.ch\nwww.justice.be.ch/obergericht Bern, 4. August 2016\n\nBesetzung Oberrichterin Schnell (Präsidentin)\nGerichtsschreiberin i.V. Baur\n\nVerfahrensbeteiligte A.________\nv.d. Fürsprecher B.________\nBeschuldigte\n\nRegionale Staatsanwaltschaft Oberland, Scheibenstrasse 11A,\n3600 Thun\nv.d. Staatsanwalt C.________ (O 15 11065)\nBeschwerdeführerin\n\nD.________\nStraf- und Zivilklägerin\n\nGegenstand Verfahrenskosten (Einstellung)\nStrafverfahren wegen übler Nachrede\n\nBeschwerde gegen die Verfügung des Regionalgerichts Oberland,\nEinzelgericht vom 17. Mai 2016 (PEN 16 32)\nErwägungen:\n\n1. Mit Verfügung des Regionalgerichts Oberland (nachfolgend: Regionalgericht) vom\n17. Mai 2016 wurde das Verfahren gegen A.________ (nachfolgend Beschuldigte),\nvertreten durch Fürsprecher B.________, wegen übler Nachrede eingestellt. Grund\nfür die Einstellung war das unentschuldigte Fernbleiben von D.________ (nachfolgend: Strafklägerin) an der Vergleichsverhandlung vom 17. Mai 2016. Das Regionalgericht hielt fest, dass der Strafantrag der Strafklägerin als zurückgezogen gelte\nund das Verfahren eingestellt werde (Ziff. 1). Die Verfahrenskosten von\nCHF 800.00 (Ziff. 2) für das Strafverfahren gegen die Beschuldigte und die Parteikostenentschädigung von CHF 1‘650.00 (Ziff. 3) zugunsten der Beschuldigten würden dem Kanton Bern auferlegt (pag. 113). Die Verfügung vom 17. Mai 2016 wurde\nder Staatsanwaltschaft Region Oberland (nachfolgend: Beschwerdeführerin) am\n31. Mai 2016 eröffnet. Gegen diese Verfügung erhob die Beschwerdeführerin am\n8. Juni 2016 Beschwerde und beantragte die Feststellung, dass Ziff. 1 der Verfügung vom 17. Mai 2016 in Rechtskraft erwachsen sei. Ausserdem seien die Verfahrenskosten und die Parteikostenentschädigung (Ziff. 2 und 3) der Strafklägerin aufzuerlegen. Mittels Verfügung vom 10. Juni 2016 wurde ein Beschwerdeverfahren\ngegen die Verfügung des Regionalgerichts vom 17. Mai 2016 eröffnet. Das Regionalgericht und die Strafklägerin erhielten Gelegenheit, innert 20 Tagen eine Stellungnahme einzureichen. Gerichtspräsident E.________ verzichtete mittels Schreiben vom 16. Juni 2016 auf eine Stellungnahme. Die Strafklägerin äusserte sich innert der Frist nicht zur Sache.\n\n2. Gegen Verfügungen und Beschlüsse sowie gegen Verfahrenshandlungen der erstinstanzlichen Gerichte kann bei der Beschwerdekammer in Strafsachen innert\n10 Tagen schriftlich und begründet Beschwerde geführt werden (Art. 393 Abs. 1\nlit. b i.V.m. Art. 396 Abs. 1 der Schweizerischen Strafprozessordnung [StPO; SR\n312.0], Art. 35 des Gesetzes über die Organisation der Gerichtsbehörden und der\nStaatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1] i.V.m. Art. 29 Abs. 2 des Organisationsreglements des Obergerichts [OrR OG; BSG 162.11]). Die Beschwerdeführerin ist\ngemäss Art. 381 Abs. 1 StPO legitimiert, ein Rechtsmittel zugunsten oder zuungunsten der beschuldigten oder verurteilten Person zu ergreifen. Die Beschwerde\nerfolgte form- und fristgereicht, weshalb auf sie einzutreten ist.\n\n3. Art. 395 lit. b StPO sieht Folgendes vor: «Ist die Beschwerdeinstanz ein Kollegialgericht, so\nbeurteilt deren Verfahrensleitung die Beschwerde allein, wenn diese zum Gegenstand hat: die wirtschaftlichen Nebenfolgen eines Entscheides bei einem strittigen Betrag von nicht mehr als 5000\nFranken.» Vorliegend sind die zu behandelnden Streitfragen die Auferlegung der\nVerfahrenskosten in der Höhe von CHF 800.00 sowie die beantragte Entschädigung in der Höhe von CHF 1‘650.00. Die Voraussetzungen für eine einzelrichterliche Beurteilung sind damit erfüllt.\n\n4.\n4.1 Das Regionalgericht stellt in der Verfügung vom 17. Mai 2016 fest, dass die\nunentschuldigte Abwesenheit der Strafklägerin an der Vergleichsverhandlung zur\nFolge habe, dass der Strafantrag gegen die Beschuldigte nach Art. 316\n\n"}