{"Signatur": "BE_OG_008", "Spider": "BE_ZivilStraf", "Datum": "2016-07-05", "PDF": {"Datei": "BE_ZivilStraf/BE_OG_008_BK-2016-187_2016-07-05.pdf", "URL": "https://www.zsg-entscheide.apps.be.ch/tribunapublikation/tribunavtplus/ServletDownload/BK_2016_187_323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e77843d73ef86970f6b132757c1145c0b99fb195937fbf114eab86f831c6e8a6e7a78c2798fdff10538f9e38e27c173eb2ce?path=323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e77843d73ef86970f6b132757c1145c0b99fb195937fbf114eab86f831c6e8a6e7a78c2798fdff10538f9e38e27c173eb2ce&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=BK_2016_187", "Checksum": "397facfc771db98d91a6f2cf674ed58b"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["BK 2016 187"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Bern Obergericht Beschwerdekammer in Strafsachen 05.07.2016 BK 2016 187"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Chambre de recours pénale 05.07.2016 BK 2016 187"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Beschwerdekammer in Strafsachen"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Chambre de recours pénale"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna  Beschwerdekammer in Strafsachen"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Beschwerdekammer in Strafsachen  des Obergerichts des Kantons Bern"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Verfahrenskosten nach Einstellung | Einstellung/Nichtanhandnahme"}], "ScrapyJob": "446973/22/2112", "Zeit UTC": "04.12.2025 08:18:07", "Checksum": "f0b8e468906fab5438c3feb4044f554d", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Bern Obergericht Beschwerdekammer in Strafsachen 05.07.2016 BK 2016 187\nRegeste:\nVerfahrenskosten nach Einstellung | Einstellung/Nichtanhandnahme\n\nObergericht Cour suprême\ndes Kantons Bern du canton de Berne\n\nBeschwerdekammer in Chambre de recours pénale\nStrafsachen\n\nHochschulstrasse 17\nPostfach\nVerfügung\n3001 Bern BK 16 187\nTelefon +41 31 635 48 09\nFax +41 31 635 48 15\nobergericht-straf.bern@justice.be.ch\nwww.justice.be.ch/obergericht Bern, 5. Juli 2016\n\nBesetzung Oberrichterin Schnell (Präsidentin)\nGerichtsschreiber Müller\n\nVerfahrensbeteiligte A.________\nv.d. Rechtsanwalt B.________\nBeschuldigter/Beschwerdeführer\n\nGegenstand Verfahrenskosten (Einstellung)\nStrafverfahren wegen Missbrauchs einer Fernmeldeanlage und\nsexueller Belästigung\n\nBeschwerde gegen die Verfügung der Regionalen Staatsanwaltschaft Berner Jura-Seeland vom 29. April 2016 (BJS 16 822)\nErwägungen:\n\n1.\n1.1 Mit Verfügung vom 29. April 2016 stellte die Regionale Staatsanwaltschaft Berner\nJura-Seeland das Verfahren gegen A.________ (nachfolgend Beschwerdeführer)\nwegen Missbrauchs einer Fernmeldeanlage und sexueller Belästigung aufgrund\ndes Wegfalls einer Prozessvoraussetzung (Art. 319 Abs. 1 lit. d StPO) ein, wobei\nihm gestützt auf Art. 426 Abs. 2 StPO die Verfahrenskosten von CHF 350.00 auferlegt wurden. Auch wurde ihm keine Entschädigung zugesprochen (Art. 430 Abs. 1\nlit. a StPO).\n1.2 Gegen die Auferlegung der Verfahrenskosten und die Verweigerung einer Entschädigung erhob der Beschwerdeführer am 17. Mai 2016 Beschwerde mit folgenden Anträgen:\n«1. Ziffer 2 der Verfügung der Staatsanwältin C.________ der Staatsanwaltschaft des Kantons Bern,\nRegion Berner Jura vom 29. April 2016 im Verfahren BJS 16 822 sei aufzuheben.\n\n2. Die Verfahrenskosten von CHF 350.00 habe der Kanton Bern zu tragen.\n\n3. Ziffer 3 der Verfügung der Staatsanwältin C.________ der Staatsanwaltschaft des Kantons Bern,\nRegion Berner Jura vom 29. April 2016 im Verfahren BJS 16 822 sei aufzuheben.\n\n4. Dem Beschwerdeführer sei gestützt auf Art. 429 Abs. 1 lit. a StPO eine Entschädigung im Betrag\nvon CHF 1‘620.00 für die Kosten seiner gebotenen Wahlverteidigung im Verfahren BJS 16 822\nzuzusprechen.\n\nEventualiter:\nDem Beschwerdeführer sei gestützt auf Art. 429 Abs. 1 lit. a StPO eine angemessene Entschädigung für die Kosten seiner gebotenen Wahlverteidigung im Verfahren BJS 16 822 zuzusprechen.\n\n5. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens seien dem Kanton Bern aufzuerlegen und dem Beschwerdeführer sei für das Beschwerdeverfahren vom Kanton Bern eine Entschädigung gemäss noch\nnachzureichender Kostennote zu bezahlen.»\n\n1.3 Mit Verfügung vom 25. Mai 2016 betraute die Generalstaatsanwaltschaft Frau\nStaatsanwältin C.________ mit der Wahrnehmung der staatsanwaltschaftlichen\nAufgaben. Diese beantragte in ihrer Stellungnahme vom 6. Juni 2016 die kostenfällige Abweisung der Beschwerde. In der Replik vom 27. Juni 2016 bestätigte der\nBeschwerdeführer seine Rechtsbegehren.\n\n2. Gegen Verfügungen und Verfahrenshandlungen der Staatsanwaltschaft kann bei\nder Beschwerdekammer in Strafsachen innert 10 Tagen schriftlich und begründet\nBeschwerde geführt werden (Art. 393 Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 396 Abs. 1 StPO,\nArt. 35 des Gesetzes über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1] i.V.m. Art. 29 Abs. 2 des Organisationsreglements des Obergerichts [OrR OG; BSG 162.11]). Der Beschwerdeführer ist durch\ndie angefochtene Verfügung unmittelbar in seinen rechtlich geschützten Interessen\nbetroffen und somit zur Beschwerdeführung legitimiert (Art. 382 Abs. 1 StPO). Auf\ndie form- und fristgerechte Beschwerde ist einzutreten.\n\n2\n3. Art. 395 lit. b StPO sieht Folgendes vor: «Ist die Beschwerdeinstanz ein Kollegialgericht, so\nbeurteilt deren Verfahrensleitung die Beschwerde allein, wenn diese zum Gegenstand hat: die wirtschaftlichen Nebenfolgen eines Entscheides bei einem strittigen Betrag von nicht mehr als 5000\nFranken.» Vorliegend sind die zu behandelnden Streitfragen die Auferlegung der\nVerfahrenskosten in der Höhe von CHF 350.00 sowie die beantragte Entschädigung in der Höhe von CHF 1‘620.00. Die Voraussetzungen für eine einzelrichterliche Beurteilung sind damit erfüllt.\n\n"}