{"Signatur": "BE_OG_008", "Spider": "BE_ZivilStraf", "Datum": "2016-07-14", "PDF": {"Datei": "BE_ZivilStraf/BE_OG_008_BK-2016-118_2016-07-14.pdf", "URL": "https://www.zsg-entscheide.apps.be.ch/tribunapublikation/tribunavtplus/ServletDownload/BK_2016_118_323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e778467cef7fa610efcc5d391a190d7a19c4cd8deda86274abaf71e55a140726e6539a62eace678c020824386bcafcfa72b2?path=323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e778467cef7fa610efcc5d391a190d7a19c4cd8deda86274abaf71e55a140726e6539a62eace678c020824386bcafcfa72b2&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=BK_2016_118", "Checksum": "a76e7c60ecf3d90bb79ecf0f03bb68bc"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["BK 2016 118"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Bern Obergericht Beschwerdekammer in Strafsachen 14.07.2016 BK 2016 118"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Chambre de recours pénale 14.07.2016 BK 2016 118"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Beschwerdekammer in Strafsachen"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Chambre de recours pénale"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna  Beschwerdekammer in Strafsachen"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Beschwerdekammer in Strafsachen  des Obergerichts des Kantons Bern"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Massnahmeänderung | Straf- und Massnahmenvollzug"}], "ScrapyJob": "446973/22/2112", "Zeit UTC": "04.12.2025 08:16:20", "Checksum": "f77d1c254e97cc0afc3438fd838df67c", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Bern Obergericht Beschwerdekammer in Strafsachen 14.07.2016 BK 2016 118\nRegeste:\nMassnahmeänderung | Straf- und Massnahmenvollzug\n\nObergericht Cour suprême\ndes Kantons Bern du canton de Berne\n\nBeschwerdekammer in Chambre de recours pénale\nStrafsachen\n\nHochschulstrasse 17\nPostfach\nBeschluss\n3001 Bern BK 16 118\nTelefon +41 31 635 48 09\nFax +41 31 635 48 15\nobergericht-straf.bern@justice.be.ch\nwww.justice.be.ch/obergericht Bern, 14. Juli 2016\n\nBesetzung Oberrichterin Schnell (Präsidentin), Oberrichter Trenkel, Oberrichter Stucki\nGerichtsschreiber Müller\n\nVerfahrensbeteiligte A.________\na.v.d. Fürsprecher B.________\nBeschuldigter/Beschwerdeführer\n\nRegionale Jugendanwaltschaft Bern-Mittelland, Amthaus,\nHodlerstrasse 7, 3011 Bern\nv.d. Leitende Jugendanwältin C.________ (BM-14-0193)\nAnklagebehörde\n\nGegenstand Massnahmeänderung\nStrafverfahren wegen Diebstahls und Widerhandlung gegen das\nBetäubungsmittelgesetz\n\nBeschwerde gegen den Entscheid des Kantonalen Jugendgerichts, Kollegialgericht vom 9. März 2016 (JG 15 37)\nErwägungen:\n\n1.\n1.1 Mit Entscheid vom 9. März 2016 (Entscheidbegründung ausgefertigt am 27. April\n2016) ersetzte das Jugendgericht des Kantons Bern die mit Strafbefehl der Regionalen Jugendanwaltschaft Bern-Mittelland vom 27. Juni 2014 ausgesprochene Aufsicht für A.________ (nachfolgend Beschwerdeführer) durch die Schutzmassnahme der Unterbringung in einer offenen Erziehungseinrichtung.\n1.2 Dagegen erhob der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 24. März 2016 Beschwerde. Mit Eingabe vom 12. April 2016 beantragte die Leitende Jugendanwältin, dass das Verfahren bis zum Vorliegen des begründeten Entscheids des Jugendgerichts zu sistieren sei. Mit Verfügung vom 13. April 2016 sistierte die Verfahrensleitung der Beschwerdekammer das Verfahren.\n1.3 Mit Eingabe vom 12. Mai 2016 reichte der Beschwerdeführer eine neue Beschwerde ein mit den Anträgen, dass der Entscheid des Jugendgerichts des Kantons Bern\nvom 9. März 2016 bezüglich der Unterbringung des Beschwerdeführers in einer offenen Erziehungseinrichtung aufzuheben sei und dass stattdessen die Schutzmassnahme der Aufsicht nach Art. 12 Jugendstrafgesetz vom 20. Juni 2003 (JStG;\nSR 311.1) anzuordnen sei; unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Mit Verfügung\nder Verfahrensleitung vom 17. Mai 2016 wurde das Verfahren wieder aufgenommen und fortgeführt. Die erste Beschwerdeschrift vom 24. März 2016 wurde aus\nden Akten entfernt.\n1.4 In ihrer Stellungnahme vom 6. Juni 2016 beantragte die Leitende Jugendanwältin,\ndass die Beschwerde abzuweisen sei und dass die miteingereichten Dokumente zu\nden Akten zu erkennen und im Beschwerdeverfahren zu berücksichtigen seien; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Beschwerdeführers. Mit Replik vom 4. Juli 2016 bestätigte der Beschwerdeführer seine Rechtsbegehren.\n\n2. Gegen die Änderung einer Massnahme kann innert 10 Tagen schriftlich und begründet Beschwerde geführt werden (Art. 43 Abs. 1 lit. a Schweizerische Jugendstrafprozessordnung vom 20. März 2009 [JStPO; SR 312.1] i.V.m. Art. 393 Abs. 1 lit.\nb und Art. 396 Abs. 1 Schweizerische Strafprozessordnung vom 5. Oktober 2007\n[StPO; SR 312]). Zur Beurteilung der Beschwerde ist die Beschwerdekammer in\nStrafsachen zuständig (Art. 35 des Gesetzes über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]). Der Beschwerdeführer\nist durch den Entscheid unmittelbar in seinen rechtlich geschützten Interessen betroffen und zur Beschwerdeführung legitimiert (Art. 38 Abs. 1 lit. a und Abs. 3 JSt-\nPO i.V.m. Art. 382 StPO). Auf die form- und fristgerechte Beschwerde ist einzutreten.\n\n3.\n3.1 Der Beschwerdeführer bringt zusammengefasst Folgendes vor: Am 2. Februar\n2016 sei er ein letztes Mal bei der Institution D.________ erschienen, um seine\nSachen abzuholen. Die Massnahme der Unterbringung sei somit de facto ausser\nVollzug gesetzt. Seither lebe er bei seiner Mutter. Es werde seitens der Vorinstanz\n\n"}