{"Signatur": "BE_OG_008", "Spider": "BE_ZivilStraf", "Datum": "2012-03-22", "PDF": {"Datei": "BE_ZivilStraf/BE_OG_008_BK-2011-293_2012-03-22.pdf", "URL": "https://www.zsg-entscheide.apps.be.ch/tribunapublikation/tribunavtplus/ServletDownload/BK_2011_293_323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e778d35a3822764b1975cc7188a7a6ed7237b93e7cdfb13fbee19c99469d4c1fa0373b8f3615ef9dfc0c02cf920381402bed?path=323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e778d35a3822764b1975cc7188a7a6ed7237b93e7cdfb13fbee19c99469d4c1fa0373b8f3615ef9dfc0c02cf920381402bed&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=BK_2011_293", "Checksum": "238cec992b8bee28e61deccb5385dc08"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["BK 2011 293"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Bern Obergericht Beschwerdekammer in Strafsachen 22.03.2012 BK 2011 293"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Chambre de recours pénale 22.03.2012 BK 2011 293"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Beschwerdekammer in Strafsachen"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Chambre de recours pénale"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna  Beschwerdekammer in Strafsachen"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Beschwerdekammer in Strafsachen  des Obergerichts des Kantons Bern"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Ersatzforderungsbeschlagnahme (Leitentscheid) | Andere Verfügungen StA, Polizei (393-a)"}], "ScrapyJob": "446973/22/2112", "Zeit UTC": "04.12.2025 08:47:47", "Checksum": "e7e3a0a280f2ce668a17595c9af35eea", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Bern Obergericht Beschwerdekammer in Strafsachen 22.03.2012 BK 2011 293\nRegeste:\nErsatzforderungsbeschlagnahme (Leitentscheid) | Andere Verfügungen StA, Polizei (393-a)\n\nBK 11 293\n\nBeschluss der Beschwerdekammer in Strafsachen\nOberrichterin Schnell (Präsidentin), Oberrichter Stucki und Oberrichter Trenkel sowie\nGerichtsschreiberin Beldi\n\nvom 22. März 2012\n\nin der Strafsache gegen\n\nA.\namtlich verteidigt durch X.\nBeschuldigter /Beschwerdeführer\n\nwegen Betrugs, evtl. Veruntreuung etc. / Beschlagnahme Vermögenswerte\n\nRegeste\nBei der Ersatzforderungsbeschlagnahme gemäss Art. 71 Abs. 3 StGB bedarf es – wie bei\nder Deckungsbeschlagnahme gemäss Art. 268 StPO – keines Zusammenhangs zwischen\nden betroffenen Vermögenswerten und der Tat; ausserdem besteht im Fall einer Zwangsvollstreckung kein Vorzugsrecht des Staates. Vor diesem Hintergrund rechtfertigt es sich, die\nBestimmungen über die Deckungsbeschlagnahme, insbesondere Art. 268 Abs. 3 StPO (Regeln bereffend Unpfändbarkeit gemäss SchKG) auch bei der Ersatzforderungsbeschlagnahme analog anzuwenden. Ebenfalls rechtfertigt sich eine analoge Anwendung von Art. 268\nAbs. 2 StPO (Rücksichtnahme auf Einkommens- und Vermögensverhältnisse der beschuldigten Person und seiner Familie); dies zumindest in dem Rahmen, dass die Tatsache einer\nbeigeordneten amtlichen Verteidigung im Sinn von Art. 132 Abs. 1 lit. b StPO einer Ersatzforderungsbeschlagnahme entgegensteht.\n\nAuszug aus den Erwägungen:\n\n1. Am 6. August 2008, am 29. September 2010 und am 21. September 2011 wurde gegen\nA. wegen Betruges, evtl. Veruntreuung, Urkundenfälschung, einfacher Körperverletzung,\nevtl. schwerer Körperverletzung, Widerhandlungen gegen das Gesundheitsgesetz, Widerhandlungen gegen das Bundesgesetz über den unlauteren Wettbewerb, Widerhandlungen gegen das Bundesgesetz über die universitären Medizinalberufe und Widerhandlungen gegen das Heilmittelgesetz eine Untersuchung eröffnet. Unter anderem wird A.\nvorgeworfen, an Patienten zahnmedizinische Behandlungen vorgenommen zu haben,\nobwohl er nicht über die entsprechende Ausbildung verfügt und ihm dies als Zahntechni-\n\n1\nker untersagt ist. Mit Verfügungen vom 8. November 2011 beschlagnahmte die zuständige Staatsanwältin einerseits Vermögenswerte auf drei gesperrten Konten der Berner\nKantonalbank (BEKB) und anderseits Vermögenswerte auf einem, ebenfalls gesperrten,\nKonto der Credit Suisse (CS). Dagegen reichte A., amtlich verteidigt durch Fürsprecher\nX. (die amtliche Verteidigung wurde am 10. Februar 2012 rückwirkend per 7. Oktober\n2011 gewährt), mit zwei separaten Eingaben am 21. November 2011 Beschwerde ein\nund beantragte die Aufhebung der Beschlagnahmen (bezüglich der BEKB-Konten beschränkt auf das Kontokorrent 16 xxx [Dispositiv der Verfügung Ziff. 1.1]). Nach Eingang\nder Stellungnahme der Generalstaatsanwaltschaft vom 14. Dezember 2011, mit welcher\ndie kostenfällige Abweisung beantragt worden ist, wurden die zwei Beschwerdeverfahren BK 11 292 (betreffend BEKB-Konto) und BK 11 293 (betreffend CS-Konto) vereinigt.\nIn seiner Replik vom 14. Februar 2012 bestätigte A. die gestellten Rechtsbegehren.\n\n2. [...]\n\n"}