{"Signatur": "BE_OG_007", "Spider": "BE_ZivilStraf", "Datum": "2019-09-25", "PDF": {"Datei": "BE_ZivilStraf/BE_OG_007_ABS-2019-319_2019-09-25.pdf", "URL": "https://www.zsg-entscheide.apps.be.ch/tribunapublikation/tribunavtplus/ServletDownload/ABS_2019_319_323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e778452e71486571120f98ecc366127e95049a24503b5344746ace992e01dbaeee4871731eacb1114c6e317be291a859d947?path=323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e778452e71486571120f98ecc366127e95049a24503b5344746ace992e01dbaeee4871731eacb1114c6e317be291a859d947&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=ABS_2019_319", "Checksum": "ee05b4c045675aa3ae1e2f9a8c066cc0"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["ABS 2019 319"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Bern Obergericht Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen 25.09.2019 ABS 2019 319"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Autorité de surveillance en matière de poursuite pour dettes et faillite 25.09.2019 ABS 2019 319"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Autorité de surveillance en matière de poursuite pour dettes et faillite"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna  Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen  des Obergerichts des Kantons Bern"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "20190923_171606_ANOM.docx | BA OL, DS Oberland Ost"}], "ScrapyJob": "446973/22/2112", "Zeit UTC": "04.12.2025 04:34:02", "Checksum": "0115b8860807d7dac83cd55e1c42e36c", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Bern Obergericht Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen 25.09.2019 ABS 2019 319\nRegeste:\n20190923_171606_ANOM.docx | BA OL, DS Oberland Ost\n\nObergericht Cour suprême\ndes Kantons Bern du canton de Berne\n\nAufsichtsbehörde in Betrei- Autorité de surveillance\nbungs- und Konkurssachen en matière de poursuite\net de faillite\n\nHochschulstrasse 17\nPostfach\nEntscheid\n3001 Bern ABS 19 319\nTelefon +41 31 635 48 04\nFax +41 31 634 50 53\naufsichtsbehoerdeschkg.bern@justice.be.ch\nwww.justice.be.ch/obergericht Bern, 25. September 2019\n\nBesetzung Oberrichter Studiger (Präsident), Oberrichter Hurni, Oberrichterin\nGrütter\nGerichtsschreiberin Miescher\n\nVerfahrensbeteiligte A.________\nBeschwerdeführer\n\ngegen\n\nBetreibungsamt Oberland, Dienststelle Oberland Ost, Schloss\n5, 3800 Interlaken\n\nGegenstand Beschwerde (SchKG 17)\nRegeste:\n\nNach der rechtskräftigen Einstellung des Konkursverfahrens mangels Aktiven lebt die vor\nder Konkurseröffnung eingeleitete Betreibung wieder auf (Art. 230 Abs. 4 SchKG). Der\nGläubiger, der durch diese Betreibung zu einem Pfändungsverlustschein kommt, kann\ninnert sechs Monaten ohne vorgängiges Zahlungsbefehlsverfahren Fortsetzung der Betreibung verlangen (Art. 149 Abs. 3 SchKG). Die Betreibung wird durch Konkursandrohung\nfortgesetzt, wenn der Schuldner der Konkursbetreibung unterliegt. Es handelt sich bei der\nneuerlichen Betreibung, welche ohne neuen Zahlungsbefehl fortgesetzt wird, um eine\nneue, selbständige Betreibung (Ziff. 7).\n\nErwägungen:\n\n1. A.________ (nachfolgend: Beschwerdeführer) wird von der B.________ (nachfolgend: Gläubigerin) betrieben.\nGemäss Handelsregisterauszug wurde am 14. Februar 2017 der Konkurs über den\nBeschwerdeführer eröffnet und am 27. Februar 2017 mangels Aktiven wieder eingestellt. Da der Beschwerdeführer den Geschäftsbetrieb weiterführte, waren die\nVoraussetzungen für eine Löschung gemäss Art. 159 Abs. 5 Bst. a der Handelsregisterverordnung (HRegV; SR 221.411) nicht erfüllt. Deshalb blieb die Eintragung\nim Handelsregister bestehen. Nach der Einstellung des Konkursverfahrens kann\nder Schuldner während zwei Jahren auch auf Pfändung betrieben werden (Art. 230\nAbs. 3 des Bundesgesetzes über Schuldbetreibung und Konkurs [SchKG; SR\n281.1]).\n\n2. Am 21. August 2017 stellte die Gläubigerin das Fortsetzungsbegehren in der betreffenden Betreibung Nr. C.________ des Betreibungsamtes Oberland, Dienststelle Oberland Ost, worauf das Amt am 24. Oktober 2017 die Pfändung und am 17.\nJanuar 2018 die Revision derselben vornahm (Ausführungen aus dem Entscheid\nder Aufsichtsbehörde vom 20. April 2018 ABS D.________). Am 21. März 2019\nstellte die Dienststelle Oberland Ost in der Betreibung Nr. C.________ einen Verlustschein nach Art. 149 SchKG aus.\n\n3. Gestützt auf den erwähnten Pfändungsverlustschein stellte die Gläubigerin am 23.\nAugust 2019 bei der Dienststelle Oberland Ost ein Fortsetzungsbegehren, worauf\ndiese dem Beschwerdeführer eine Konkursandrohung zustellte (Konkursandrohung\nin der Betreibung Nr. E.________ vom 3. September 2019).\n\n4. Mit Eingabe vom 20. September 2019 gelangte der Beschwerdeführer an die Aufsichtsbehörde und beantragte, die Konkursandrohung in der Betreibung Nr.\nE.________ sei aufzuheben und für nichtig zu erklären bzw. zu löschen (Rechtsbegehren 1). Die Gläubigerin sei anzuweisen, den Original-Verlustschein vom 21.\nMärz 2019 zur Vernichtung zurückzugeben (Rechtsbegehren 3). In verfahrens-\n\n2\nrechtlicher Hinsicht ersuchte der Beschwerdeführer zudem um Erteilung der aufschiebenden Wirkung (Rechtsbegehren 2).\n\nZur Begründung brachte der Beschwerdeführer im Wesentlichen vor, am 6. September 2016 Rechtsvorschlag gegen den Zahlungsbefehl in der Betreibung Nr.\nC.________ erhoben zu haben. Diese Betreibung sei im Zeitpunkt der Konkurseröffnung am 14. Februar 2017 hängig gewesen. Im Moment der Konkurseröffnung sei diese Betreibung von Gesetzes wegen dahingefallen und dürfe gemäss\nArt. 206 SchKG nicht weitergeführt werden. Der Beschwerdeführer führte weiter\naus, ihm sei das Betreibungsverfahren Nr. E.________, in welchem die Konkursandrohung erlassen worden sei, nicht bekannt.\n\n5. Auf das Einholen einer Vernehmlassung bei der Dienststelle Oberland Ost wurde in\nAnwendung von Art. 11 Abs. 2 des Einführungsgesetzes zum Bundesgesetz über\nSchuldbetreibung und Konkurs (EGSchKG; BSG 281.1) verzichtet. Hingegen wurden von der Dienststelle die erforderlichen Akten eingeholt (u.a. Fortsetzungsbegehren der Gläubigerin vom 23. August 2019, Verlustschein vom 21. März 2019).\n\n6. Die Zuständigkeit der Aufsichtsbehörde ergibt sich aus Art. 17 Abs. 1 SchKG i.V.m.\nArt. 10 Abs. 1 EGSchKG.\n\n7.\n\n7.1 Gemäss Art. 230 Abs. 4 SchKG leben die vor der Konkurseröffnung eingeleiteten\nBetreibungen nach der rechtskräftigen Einstellung des Konkursverfahrens mangels\nAktiven wieder auf. Vorliegend konnte die Gläubigerin deshalb am 21. August 2017\nnach Einstellung des Konkursverfahrens mangels Aktiven die Fortsetzung der Betreibung auf Pfändung verlangen. In diesem Betreibungsverfahren wurde am 21.\nMärz 2019 ein Verlustschein gemäss Art. 149 SchKG ausgestellt.\n\n"}