{"Signatur": "BE_OG_007", "Spider": "BE_ZivilStraf", "Datum": "2019-11-04", "PDF": {"Datei": "BE_ZivilStraf/BE_OG_007_ABS-2019-251_2019-11-04.pdf", "URL": "https://www.zsg-entscheide.apps.be.ch/tribunapublikation/tribunavtplus/ServletDownload/ABS_2019_251_323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e7786dc801a21f18258d10a590daf6f460148d27313592ba29fe0b9300e7d5546da62f4dc2fb636ac18d02fdbc705211754f?path=323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e7786dc801a21f18258d10a590daf6f460148d27313592ba29fe0b9300e7d5546da62f4dc2fb636ac18d02fdbc705211754f&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=ABS_2019_251", "Checksum": "217da30398b8a8c09ed068883284651f"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["ABS 2019 251"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Bern Obergericht Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen 04.11.2019 ABS 2019 251"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Autorité de surveillance en matière de poursuite pour dettes et faillite 04.11.2019 ABS 2019 251"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Autorité de surveillance en matière de poursuite pour dettes et faillite"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna  Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen  des Obergerichts des Kantons Bern"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Widerspruchsverfahren oder bestrittene Forderung / Arrestverfahren nach Einstellung des Konkursverfahrens | BA OL, DS Oberland West"}], "ScrapyJob": "446973/22/2112", "Zeit UTC": "04.12.2025 04:26:29", "Checksum": "3957d24df846c6b5d33f9840e9aee640", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Bern Obergericht Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen 04.11.2019 ABS 2019 251\nRegeste:\nWiderspruchsverfahren oder bestrittene Forderung / Arrestverfahren nach Einstellung des Konkursverfahrens | BA OL, DS Oberland West\n\nObergericht Cour suprême\ndes Kantons Bern du canton de Berne\n\nAufsichtsbehörde in Betrei- Autorité de surveillance\nbungs- und Konkurssachen en matière de poursuite\net de faillite\n\nHochschulstrasse 17\nPostfach\nEntscheid\n3001 Bern ABS 19 251\nTelefon +41 31 635 48 04\nFax +41 31 634 50 53\naufsichtsbehoerdeschkg.bern@justice.be.ch\nwww.justice.be.ch/obergericht Bern, 4. November 2019\n\nBesetzung Oberrichter Studiger (Präsident), Oberrichter Hurni und Oberrichterin Grütter\nGerichtsschreiberin Niederhauser\n\nVerfahrensbeteiligte A.________ SA\nvertreten durch Rechtsanwalt B.________\nBeschwerdeführerin\n\ngegen\n\nBetreibungsamt Oberland, Dienststelle Oberland West, Scheibenstrasse 11, 3600 Thun\n\nGegenstand Beschwerde (SchKG 17)\nRegeste:\n\nWiderspruchsverfahren oder bestrittene Forderung\nBei Forderungen bezieht sich das Widerspruchsverfahren auf die Frage, ob die gepfändete Forderung dem Schuldner oder einem Dritten zusteht. Wird eine verarrestierte Forderung des Schuldners gegenüber einem Drittschuldner von letzterem bestritten, handelt es\nsich um eine bestrittene Forderung. Mangels Drittansprecher kommt in diesem Fall das\nWiderspruchsverfahren gemäss Art. 106 ff. SchKG nicht zur Anwendung (E. 9.2 f.). Die\nFristansetzung zur Klageeinreichung gestützt auf Art. 107 SchKG ist nichtig, wenn das\nWiderspruchsverfahren fälschlicherweise eingeleitet wurde (E. 10.2 f.).\n\nArrestverfahren nach Einstellung des Konkursverfahrens\nEs ist zulässig, ein Arrestverfahren gegen einen Schuldner einzuleiten, nachdem das Konkursverfahren gegen diesen mangels Aktiven eingestellt wurde. Es entspricht dem Sinn\ndes Gesetzes, dass ein Schuldner nach Einstellung des Konkursverfahrens erneut betrieben werden kann – und zwar unabhängig vom Rang, der einem Gläubiger in einem Kollokationsverfahren im Rahmen des Konkursverfahrens zustehen würde (E. 11.3).\n\nErwägungen:\n\nI.\n\n1.\n1.1 Der C.________ AG wurde vom Regionalgericht Oberland (nachfolgend: Regionalgericht) bis zum 27. Oktober 2018 die definitive Nachlassstundung gewährt. Als\nSachwalter wurde Rechtsanwalt E.________ eingesetzt. Am 4. September 2018\nschlossen die C.________ AG und die A.________ SA (nachfolgend: Beschwerdeführerin) einen Kaufvertrag betreffend Aktiven der C.________ AG (Beschwerdebeilage [BB] 5). Dieser Kaufvertrag wurde am 10. September 2018 in Anwendung\nvon Art. 298 Abs. 2 des Bundesgesetzes über Schuldbetreibung und Konkurs\n(SchKG; SR 281.1) gerichtlich genehmigt. Gleichzeitig wurde auch das Sachwalterhonorar für die Zeit vom 23. Februar 2018 bis 31. August 2018 in der Höhe von\nCHF 64‘080.20 gerichtlich genehmigt (BB 3).\n1.2 In Erfüllung von Ziff. 3.2 des Kaufvertrages ging am 12. bzw. 13. September 2018\ndie Kaufpreiszahlung von total CHF 325‘254.00 bei der Gerichtskasse des Regionalgerichts zwecks Hinterlegung ein. Die Vertragsparteien stellten daraufhin Antrag\nauf Teilfreigabe des Kaufpreises an die C.________ AG im Umfang von\nCHF 152‘173.64. Im Umfang von CHF 173‘080.36 machte die Beschwerdeführerin\neine Kaufpreisminderung geltend (BB 4).\n1.3 Mit Entscheid vom 29. Oktober 2018 stellte das Regionalgericht fest, dass während\nder Nachlassstundung kein Nachlassvertrag zustande gekommen war. Über die\n\n2\nC.________ AG wurde mit Wirkung ab Montag, 29. Oktober 2018, 14:45 Uhr, der\nKonkurs eröffnet. Infolge der Konkurseröffnung überwies das Regionalgericht den\ngesamten Kaufpreis von CHF 325‘254.00 an das Konkursamt Oberland, Dienststelle Oberland (nachfolgend: Konkursamt; BB 4). Das Konkursverfahren wurde\nschliesslich mit Entscheid vom 24. Januar 2019 mangels Aktiven eingestellt (vgl.\nHandelsregisterauszug der C.________ AG in Liquidation).\n1.4 Die Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen des Kantons Bern entschied am 29. März 2019, dass das Konkursamt berechtigt ist, den Betrag von\nCHF 152‘173.64 zur anteilsmässigen Deckung der Masseverbindlichkeiten zu verwenden und entsprechend zu verteilen (BB 11; E. 22). Die vorgesehene Hinterlegung in der Höhe des geltend gemachten Kaufpreisminderungsanspruchs von\nCHF 173‘080.36 beim Regionalgericht war unbestritten (BB 11; E. 18.1). Die Überweisung an das Regionalgericht erfolgte am 8. Mai 2019. Das Regionalgericht hielt\nmit Verfügung vom 15. Mai 2019 fest, dass der Betrag nur unter Vorlage eines\nrechtskräftigen Titels an den Berechtigen/die Berechtigte ausbezahlt werde\n(BB 12).\n\n2.\n2.1 Am 29. April 2019 stellte die D.________ AG, vertreten durch Rechtsanwalt\nE.________, beim Regionalgericht Oberland gegen die C.________ AG in Liquidation ein Arrestbegehren mit folgenden Anträgen (BB 14):\n1. Folgende Vermögenswerte der Gesuchsgegnerin seien zu arrestieren, alles soweit arrestierbar bis\nzur Deckung der Arrestforderung der Gesuchstellerin von CHF 64‘080.20 nebst Zins zu 5% seit\n10. September 2018 sowie der Kosten:\n\n"}