{"Signatur": "BE_OG_007", "Spider": "BE_ZivilStraf", "Datum": "2019-02-19", "PDF": {"Datei": "BE_ZivilStraf/BE_OG_007_ABS-2019-10_2019-02-19.pdf", "URL": "https://www.zsg-entscheide.apps.be.ch/tribunapublikation/tribunavtplus/ServletDownload/ABS_2019_10_323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e778cfb5cb11d1dbb7ffadf710a0c6762f2f529edd5a849d44c162904ea6eca96f675bf2a7605cf0e5e1cf29c3087bdcb221?path=323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e778cfb5cb11d1dbb7ffadf710a0c6762f2f529edd5a849d44c162904ea6eca96f675bf2a7605cf0e5e1cf29c3087bdcb221&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=ABS_2019_10", "Checksum": "1fb3f46ae8ac3f3f5b1f9c6b04fed8bd"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["ABS 2019 10"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Bern Obergericht Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen 19.02.2019 ABS 2019 10"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Autorité de surveillance en matière de poursuite pour dettes et faillite 19.02.2019 ABS 2019 10"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Autorité de surveillance en matière de poursuite pour dettes et faillite"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna  Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen  des Obergerichts des Kantons Bern"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Fortsetzungsbegehren, Vollstreckbarkeitsbescheinigung | BA Seeland, DS Biel/Bienne"}], "ScrapyJob": "446973/22/2112", "Zeit UTC": "04.12.2025 05:24:23", "Checksum": "20aa46491eaf1b8e06e2a3f988725e90", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Bern Obergericht Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen 19.02.2019 ABS 2019 10\nRegeste:\nFortsetzungsbegehren, Vollstreckbarkeitsbescheinigung | BA Seeland, DS Biel/Bienne\n\nObergericht Cour suprême\ndes Kantons Bern du canton de Berne\n\nAufsichtsbehörde in Betrei- Autorité de surveillance\nbungs- und Konkurssachen en matière de poursuite\net de faillite\n\nHochschulstrasse 17\nPostfach\nEntscheid\n3001 Bern ABS 19 10\nTelefon +41 31 635 48 04\nFax +41 31 634 50 53\naufsichtsbehoerdeschkg.bern@justice.be.ch\nwww.justice.be.ch/obergericht Bern, 19. Februar 2019\n\nBesetzung Oberrichter Studiger (Präsident), Oberrichter Hurni und Oberrichterin Grütter\nGerichtsschreiber Knecht\n\nVerfahrensbeteiligte A.________\nBeschwerdeführerin\n\ngegen\n\nBetreibungsamt Seeland, Dienststelle Biel/Bienne, Kontrollstrasse 20, 2502 Biel/Bienne\n\nGegenstand Beschwerde (SchKG 17)\nRegeste:\nZur Fortsetzung der Betreibung (Art. 88 SchKG) ist keine Bescheinigung über die Vollstreckbarkeit des Rechtsöffnungsentscheids erforderlich, da sich die Vollstreckbarkeit direkt aus dem Gesetz ergibt (Art. 325 Abs. 1 ZPO; E. 8.2).\n\nErwägungen:\n\nI.\n\n1. B.________ (nachfolgend: Schuldnerin) wird von der C.________ (nachfolgend:\nBeschwerdeführerin), wegen einer nicht bezahlten Busse und Gebühren des\nD.________ betrieben.\n\n2. Am 11. und 21. Dezember 2018 stellte die Beschwerdeführerin das Fortsetzungsbegehren in der betreffenden Betreibung Nr. ________ des Betreibungsamts Seeland, Dienststelle Biel/Bienne (nachfolgend: Betreibungsamt). Das Betreibungsamt\nwies das Begehren am 17. Dezember 2018 bzw. am 3. Januar 2019 jeweils mit der\nBegründung ab, dem Rechtsöffnungsentscheid liege keine Vollstreckbarkeitsbescheinigung bei.\n\n3. Mit Beschwerde vom 11. Januar 2019 (Postaufgabe gleichentags) gelangte die\nBeschwerdeführerin an die kantonale Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen mit dem Begehren, es sei dem Fortsetzungsbegehren Folge zu leisten\nund es seien die Rückweisungskosten von CHF 28.00 zu stornieren.\nZur Begründung brachte die Beschwerdeführerin zusammengefasst vor, gegen\neinen Rechtsöffnungsentscheid stehe nur die Beschwerde als Rechtsmittel zur Verfügung. Diese hemme die Rechtskraft und die Vollstreckbarkeit des angefochtenen\nEntscheids nicht. Der Rechtsöffnungsentscheid sei somit vollstreckbar, solange die\nRechtsmittelinstanz die Wirkung nicht aufschiebe. Die Vollstreckbarkeit des Entscheids ergebe sich unmittelbar aus dem Gesetz. Einer Bescheinigung hierfür bedürfe es nicht. Das Bundesgericht habe in seinem Entscheid BGE 126 III 479 festgehalten, dass kein Anlass bestehe, eine Rechtskraftbescheinigung zu verlangen,\nwenn sich die Rechtskraft des Entscheids klar aus dem Gesetz ergebe. Diese bundesgerichtliche Rechtsprechung gehe der kantonalen Weisung vor. Das Betreibungsamt habe somit dem Fortsetzungsbegehren nachzukommen und das Begehren so zu behandeln, als wäre es am 17. Dezember 2018 beim Betreibungsamt\neingegangen, und in die entsprechende Pfändungsgruppe aufzunehmen.\n\n4. In seiner Beschwerdeantwort vom 25. Januar 2019 schloss das Betreibungsamt\nauf Abweisung der Beschwerde. Dies unter Hinweis auf den (nicht publizierten)\nEntscheid ABS 11 312 der Aufsichtsbehörde vom 5. Januar 2011, dem in Ziffer 12.\nder Erwägungen zu entnehmen ist, dass sich eine Vollstreckbarkeitsbescheinigung\n(nur) dann erübrige, wenn das Bundesgericht letztinstanzlich entschieden habe\n(unter Hinweis auf LEBRECHT, in: Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, 2. Aufl. 2010, N. 14 f. zu Art. 88 SchKG).\n\n2\n5. Mit Verfügung vom 28. Januar 2019 wurde der Beschwerdeführerin die Beschwerdeantwort zur Kenntnis gebracht und der Schuldnerin die Beschwerde und die Beschwerdeantwort zur allfälligen Stellungnahme zugestellt. Die Verfahrensbeteiligten\nliessen sich nicht mehr schriftlich vernehmen.\n\nII.\n\n6. Die Zuständigkeit der kantonalen Aufsichtsbehörde als Beschwerdeinstanz ergibt\nsich aus Art. 17 Abs. 1 SchKG i.V.m. Art. 10 Abs. 1 EGSchKG.\n\n"}