{"Signatur": "BE_OG_007", "Spider": "BE_ZivilStraf", "Datum": "2019-01-30", "PDF": {"Datei": "BE_ZivilStraf/BE_OG_007_ABS-2018-404_2019-01-30.pdf", "URL": "https://www.zsg-entscheide.apps.be.ch/tribunapublikation/tribunavtplus/ServletDownload/ABS_2018_404_323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e7780b18a239fc1c6e2d1fb88eb03c4fd8e5e88e39731dd58b0f2e5cf2f2c3ceca0729cf78700f735bbdeed54e1767c28a0f?path=323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e7780b18a239fc1c6e2d1fb88eb03c4fd8e5e88e39731dd58b0f2e5cf2f2c3ceca0729cf78700f735bbdeed54e1767c28a0f&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=ABS_2018_404", "Checksum": "70968e63abfc39a00f82ae70c7eadaae"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["ABS 2018 404"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Bern Obergericht Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen 30.01.2019 ABS 2018 404"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Autorité de surveillance en matière de poursuite pour dettes et faillite 30.01.2019 ABS 2018 404"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Autorité de surveillance en matière de poursuite pour dettes et faillite"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna  Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen  des Obergerichts des Kantons Bern"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Art. 92 Abs. 2 SchKG; Gegenstände ohne genügenden Verwertungswert | BA BM, DS Mittelland"}], "ScrapyJob": "446973/22/2112", "Zeit UTC": "04.12.2025 05:24:38", "Checksum": "e9930f84e27beb9a8bd8d9be4458763a", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Bern Obergericht Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen 30.01.2019 ABS 2018 404\nRegeste:\nArt. 92 Abs. 2 SchKG; Gegenstände ohne genügenden Verwertungswert | BA BM, DS Mittelland\n\nObergericht Cour suprême\ndes Kantons Bern du canton de Berne\n\nAufsichtsbehörde in Betrei- Autorité de surveillance\nbungs- und Konkurssachen en matière de poursuite\net de faillite\n\nHochschulstrasse 17\nPostfach\nEntscheid\n3001 Bern ABS 18 404\nTelefon +41 31 635 48 04\nFax +41 31 634 50 53\naufsichtsbehoerdeschkg.bern@justice.be.ch\nwww.justice.be.ch/obergericht Bern, 30. Januar 2019\n\nBesetzung Oberrichter Studiger (Präsident), Oberrichter Hurni und Oberrichterin Grütter\nGerichtsschreiber Knecht\n\nVerfahrensbeteiligte A.________\nBeschwerdeführer\n\ngegen\n\nBetreibungsamt Bern-Mittelland, Dienststelle Mittelland, Poststrasse 25, 3071 Ostermundigen\n\nGegenstand Beschwerde (SchKG 17)\nRegeste:\nDer klare Wortlaut von Art. 92 Abs. 2 SchKG verbietet es, einen Gegenstand ohne genügenden Vermögenswert i.S.v. Art. 92 Abs. 2 SchKG auf Antrag der Gläubigerin zu pfänden\nbzw. zu verarrestieren, selbst wenn sie die voraussichtlich anfallenden Kosten vorschussweise bezahlt und sich bereit erklärt, für nicht gedeckte Kosten aufzukommen (E. 13).\n\nErwägungen:\n\nI.\n\n1. Mit Arrestbegehren vom 16. Oktober 2018 stellte A.________ (nachfolgend: Beschwerdeführer), beim Regionalgericht Bern-Mittelland den Antrag, es seien verschiedene Vermögenswerte von B.________ (nachfolgend: Arrestschuldner) mit\nArrest zu belegen, darunter u.a. ein Motorrad des Typs Honda CBR 900 RR (Kontrollzeichen BE ______, Stammnummer ______, Fahrgestell-Nr. ______), befindlich an C.______ [Ort] oder an D.______ [Ort] (Vernehmlassungsbeilage [VB] 1).\n\n2. Mit Arrestbefehl vom 17. Oktober 2018 hiess das Regionalgericht Bern-Mittelland\ndas Arrestbegehren des Beschwerdeführers gut und verfügte u.a. die Verarrestierung des obgenannten Motorrads (VB 2).\n\n3. Am 7. November 2018 stellte das mit dem Arrestvollzug beauftragte Betreibungsamt Bern-Mittelland, Dienststelle Mittelland, die Arresturkunde aus. Dieser ist zu\nentnehmen, dass auf eine Verarrestierung des Motorrads Honda CBR 900 RR\n(70‘000 km) in Anwendung von Art. 92 Abs. 2 des Bundesgesetzes über Schuldbetreibung und Konkurs (SchKG; SR 281.1) verzichtet wurde, da die Kosten einer\nVerwertung den mutmasslichen Erlös voraussichtlich übersteigen würden (VB 3).\nDie Arresturkunde ging dem Beschwerdeführer am 9. November 2018 zu (VB 4).\n\n4. Mit Eingabe vom 19. November 2018 (Postaufgabe gleichentags) erhob der Beschwerdeführer bei der kantonalen Aufsichtsbehörde Beschwerde gegen das Vorgehen des Betreibungsamts und beantragte die Aufhebung und Neufassung der\nArresturkunde mit zusätzlicher Einpfändung des Motorrads Honda CBR 900 RR.\nZur Begründung brachte der Beschwerdeführer vor, das Betreibungsamt habe es\nunterlassen, in der Arresturkunde Angaben zum betreffenden Motorrad zu machen\nund eine Schätzung vorzunehmen. Es sei deshalb nicht ersichtlich, welchen Wert\ndas Motorrad habe und ob die Kosten einer Verwertung den Erlös übersteigen\nwürden. Entgegen dem Betreibungsamt werde die Ansicht vertreten, dass das Motorrad einen Nettoverwertungswert aufweise, der die Arrestierung/Pfändung und\nWegnahme rechtfertige. Der aktuelle Marktpreis für ein Motorrad des Typs Honda\nCBR 900 RR aus dem Jahr 1998 liege bei einem Kilometerstand von\n47‘000.00‒60‘000.00 bei CHF 2‘100.00‒3‘800.00. Sonstige wertvermindernde Umstände seien im Arrestprotokoll nicht vermerkt. Das Motorrad sei zudem eingelöst,\nweshalb davon auszugehen sei, dass es die periodische Fahrzeugprüfung bestanden habe und entsprechend fahrtüchtig sei. Hinzu komme, dass der Gläubiger oh-\n\n2\nnehin das gesamte Kostenrisiko trage, habe dieser doch die Betreibungskosten\nvorzuschiessen (Art. 68 SchKG). Es sei ferner davon auszugehen, dass das Betreibungsamt bei einer allfälligen gleichzeitigen Zwangsversteigerung beider verarrestierten Fahrzeuge (PW BMW und Motorrad Honda) sämtliche entstehenden\nKosten effizient im Rahmen halten lassen könne. Schliesslich könne nicht ausgeschlossen werden, dass die Forderungen mit monatlichen Abschlagszahlungen\n(Art. 123 SchKG) getilgt würden oder ein Freihandverkauf erfolge (Art. 130\nSchKG).\n\n5. In ihrer Beschwerdeantwort vom 6. Dezember 2018 schloss das Betreibungsamt\nauf Abweisung der Beschwerde.\n\n6. Mit Verfügung vom 7. Dezember 2018 wurde dem Beschwerdeführer eine Kopie\nder Vernehmlassung zur Kenntnis gebracht. Er liess sich nicht mehr vernehmen.\n\nII.\n\n7. Die Zuständigkeit der kantonalen Aufsichtsbehörde als Beschwerdeinstanz ergibt\nsich aus Art. 17 SchKG i.V.m. Art. 10 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs (EGSchKG; BSG 281.1).\n\n8. Gemäss Art. 17 Abs. 1 und 2 SchKG kann gegen jede Verfügung des Betreibungsamts innert 10 Tagen seit Kenntnis derselben wegen Gesetzesverletzung oder Unangemessenheit Beschwerde geführt werden.\n\n"}