{"Signatur": "BE_OG_007", "Spider": "BE_ZivilStraf", "Datum": "2018-10-15", "PDF": {"Datei": "BE_ZivilStraf/BE_OG_007_ABS-2018-292_2018-10-15.pdf", "URL": "https://www.zsg-entscheide.apps.be.ch/tribunapublikation/tribunavtplus/ServletDownload/ABS_2018_292_323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e778bd41afc2ec7cd614ccfa875eef71c85d7a8849b2a09adc3bfad6c8b232d72b0fb64648bd9861dd4190310472e879b00e?path=323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e778bd41afc2ec7cd614ccfa875eef71c85d7a8849b2a09adc3bfad6c8b232d72b0fb64648bd9861dd4190310472e879b00e&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=ABS_2018_292", "Checksum": "6a67d7172cbabf580971b9cb3d4995cf"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["ABS 2018 292"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Bern Obergericht Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen 15.10.2018 ABS 2018 292"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Autorité de surveillance en matière de poursuite pour dettes et faillite 15.10.2018 ABS 2018 292"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Autorité de surveillance en matière de poursuite pour dettes et faillite"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna  Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen  des Obergerichts des Kantons Bern"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Provisorische Pfändung (Art. 83 SchKG) | BA BM, DS Mittelland"}], "ScrapyJob": "446973/22/2112", "Zeit UTC": "04.12.2025 05:11:12", "Checksum": "683c0ac99924001c5f1138d9ebf02ac2", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Bern Obergericht Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen 15.10.2018 ABS 2018 292\nRegeste:\nProvisorische Pfändung (Art. 83 SchKG) | BA BM, DS Mittelland\n\nObergericht Cour suprême\ndes Kantons Bern du canton de Berne\n\nAufsichtsbehörde in Betrei- Autorité de surveillance\nbungs- und Konkurssachen en matière de poursuite\net de faillite\n\nHochschulstrasse 17\nPostfach\nEntscheid\n3001 Bern ABS 18 292\nTelefon +41 31 635 48 04\nFax +41 31 634 50 53\naufsichtsbehoerdeschkg.bern@justice.be.ch\nwww.justice.be.ch/obergericht Bern, 15. Oktober 2018\n\nBesetzung Oberrichter Studiger (Präsident), Oberrichter Hurni und Oberrichterin Grütter\nGerichtsschreiberin Niederhauser\n\nVerfahrensbeteiligte A.________\nBeschwerdeführer\n\ngegen\n\nBetreibungsamt Bern-Mittelland, Dienststelle Mittelland, Poststrasse 25, 3071 Ostermundigen\n\nGegenstand Beschwerde (SchKG 17)\nRegeste:\nProvisorische Pfändung (Art. 83 SchKG)\nDie Beschwerde nach Art. 325 Abs. 1 ZPO hemmt weder die Rechtskraft noch die Vollstreckbarkeit, weshalb bereits der lediglich im Dispositiv eröffnete provisorische Rechtsöffnungsentscheid sofort vollstreckbar wird. Die provisorische Pfändung kann daher verlangt\nwerden, sobald der Rechtsöffnungsentscheid eröffnet und die Vollstreckbarkeit nicht durch\ndie Rechtsmittelinstanz aufgeschoben wurde.\n\nErwägungen:\n\nI.\n\n1. Rechtsanwalt A.________ (nachfolgend: Beschwerdeführer) wird von der\nB.________ (nachfolgend: Gläubigerin), vertreten durch Fürsprecher C.________,\nfür eine Forderung von CHF 3‘290.00 nebst Zins zu 5% seit 1. Mai 2018 (Mietzins\n+ NK Akonto 05.2018 gemäss Mietvertrag vom 30. März 2015) betrieben. Der Zahlungsbefehl in der Betreibung Nr. ________ des Betreibungsamtes Bern-Mittelland,\nDienststelle Mittelland (nachfolgend: Vorinstanz), wurde dem Beschwerdeführer am\n14. Mai 2018 persönlich zugestellt (Beschwerdeantwortbeilage [BAB] 1), worauf\ndieser am 23. Mai 2018 Rechtsvorschlag erhob (BAB 2).\n\n2. Mit Entscheid vom 7. August 2018 (BAB 3) erteilte das Regionalgericht Bern-\nMittelland der Gläubigerin in der Betreibung Nr. ________ des Betreibungsamtes\nBern-Mittelland, Dienststelle Mittelland, für den Betrag von CHF 3‘290.00 nebst\nZins zu 5% seit 1. Mai 2018 die provisorische Rechtsöffnung. Die Gerichtskosten\nvon CHF 300.00 wurden dem Beschwerdeführer auferlegt. Weiter wurde dieser\nverurteilt, der Gläubigerin eine Parteientschädigung von CHF 861.60 zu bezahlen.\n\n3. Die Gläubigerin stellte am 8. August 2018 per Fax bei der Vorinstanz das Fortsetzungsbegehren sowie das Begehren um provisorische Pfändung gemäss Art. 83\nAbs. 1 des Bundesgesetzes über Schuldbetreibung und Konkurs (SchKG;\nSR 281.1; BAB 4). Sie merkte zudem an, dass der Rechtsöffnungsentscheid zwar\nvom Schuldner noch angefochten werden könne, dieser aber ohne weiteres\nrechtskräftig und vollstreckbar sei (Art. 325 ZPO). Die Pfändung wurde dem Beschwerdeführer am Folgetag auf Montag, 27. August 2018, angekündigt (Pfändungsgruppe Nr. _______).\n\n4. Am 17. August 2018 bestätigte das Gericht den Parteien im Rechtsöffnungsverfahren (CIV_____), dass der Beschwerdeführer die schriftliche Begründung des Entscheides vom 7. August 2018 verlangt hat (Beschwerdebeilage 5).\n\n2\n5. Mit Eingabe vom 22. August 2018 (Postaufgabe am selben Tag) gelangte der Beschwerdeführer an die kantonale Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen und stellte folgende Rechtsbegehren:\n1. Es sei in der Betreibung ________ die Pfändungsankündigung zur Pfändungsgruppe _______\nvom 09. August 2018 ersatzlos aufzuheben.\n\nProzessuale Anträge:\n2. Es wird die von der Zivilabteilung des Obergerichts des Kantons Bern bestimmte Besetzung des\nSpruchkörpers wegen eines Verstosses gegen Art. 6 EMRK in seiner Ausprägung als Anspruch\n«auf ein unabhängiges und unparteiliches auf Gesetz beruhendes Gericht» abgelehnt.\n\n- unter Kosten- und Entschädigungsfolge -\n\nZur Begründung bringt der Beschwerdeführer vor, die Vorinstanz habe die Fortsetzung der Betreibung auf Pfändung vorgenommen, ohne im Besitz einer vollstreckbaren Ausfertigung eines Entscheides zu sein, weshalb die Pfändungsankündigung\neine Gesetzesverletzung im Sinne von Art. 17 SchKG darstelle. Das unbegründete\nDispositiv im Rechtsöffnungsverfahren könne keinesfalls vor Erhalt der Entscheidbegründung vollstreckt werden. Die Pfändungsankündigung sei somit aufzuheben,\nwenn diese nicht gar nichtig sei. Der Beschwerdeführer rügt weiter einen Verstoss\ngegen Art. 3 EMRK sowie Art. 8 EMRK allein oder in Verbindung mit Art. 18 EMRK.\nDie Folgen der gerichtsnotorischen Vorkommnisse und der vorenthaltenen Zahlungen manifestierten sich gemäss seinen Ausführungen im vorliegenden Verfahren.\nEs liege zumindest eine erniedrigende Behandlung vor, welche gegen Art. 3 EMRK\nverstosse. In prozessualer Hinsicht wurde vom Beschwerdeführer ein Verstoss gegen Art. 6 EMRK geltend gemacht, insbesondere eine Verletzung des Anspruchs\nauf ein auf Gesetz beruhendes Gericht sowie des Anspruchs auf Rechtssicherheit.\n\n"}