{"Signatur": "BE_OG_007", "Spider": "BE_ZivilStraf", "Datum": "2018-06-26", "PDF": {"Datei": "BE_ZivilStraf/BE_OG_007_ABS-2018-157_2018-06-26.pdf", "URL": "https://www.zsg-entscheide.apps.be.ch/tribunapublikation/tribunavtplus/ServletDownload/ABS_2018_157_323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e778901ac564fa1ea07bc62ad911e8a2f3d27e5243d44dd020b817ed2d595c365e8974cdfe6751bc20469c310465a5f359d7?path=323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e778901ac564fa1ea07bc62ad911e8a2f3d27e5243d44dd020b817ed2d595c365e8974cdfe6751bc20469c310465a5f359d7&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=ABS_2018_157", "Checksum": "35812807fda48b593d96b68c1b7f3fef"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["ABS 2018 157"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Bern Obergericht Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen 26.06.2018 ABS 2018 157"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Autorité de surveillance en matière de poursuite pour dettes et faillite 26.06.2018 ABS 2018 157"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Autorité de surveillance en matière de poursuite pour dettes et faillite"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna  Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen  des Obergerichts des Kantons Bern"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Überpfändung im Arrestvollzug (Art. 97 Abs. 2 i.V.m. 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Juni 2018\n\nBesetzung Oberrichter Studiger (Präsident), Oberrichter Hurni und Oberrichterin Grütter\nGerichtsschreiber Knecht\n\nVerfahrensbeteiligte A.________\nvertreten durch Rechtsanwalt B.________\nBeschwerdeführerin\n\ngegen\n\nBetreibungsamt Bern-Mittelland, Dienststelle Mittelland, Poststrasse 25, 3071 Ostermundigen\n\nGegenstand Beschwerde (SchKG 17)\nRegeste:\nDie Überpfändung im Arrestvollzug ist mit Beschwerde (Art. 17 ff. SchKG) geltend zu machen (E. 14). Beurteilung gestützt auf Schätzung der verarrestierten Gegenstände (E.\n15‒17).\n\nErwägungen:\n\nI.\n\n1. Am 6. April 2018 erwirkte die C.________ GmbH (nachfolgend: Gläubigerin) beim\nRegionalgericht Bern-Mittelland einen Arrestbefehl gegen die A.________ (nachfolgend: Beschwerdeführerin; Vernehmlassungsbeilage [VB] 1).\n\n2. Gestützt auf diesen Arrestbefehl vollzog das Betreibungsamt Bern-Mittelland,\nDienststelle Mittelland, am 9. April 2018 den Arrest und zeigte E.________ (nachfolgend: Drittschuldnerin) an, dass bei der Beschwerdeführerin eine Forderung gegenüber ihr [der Drittschuldnerin] in der Höhe von CHF 780‘000.00 verarrestiert\nworden sei (VB 2).\n\n3. Am 11. April 2018 teilte die Drittschuldnerin dem Betreibungsamt mit, dass die letzten fälligen Forderungen der Beschwerdeführerin aus den in den Arrestanzeigen\nerwähnten Verträgen bereits bezahlt worden seien und darüber hinaus keine fälligen Forderungen bestünden (VB 3).\n\n4. Mit Eingabe vom 23. April 2018 (Postaufgabe gleichentags) erhob die Beschwerdeführerin bei der kantonalen Aufsichtsbehörde Beschwerde gegen die Arrestanzeige\nan die Drittschuldnerin und beantragte die Aufhebung des Arrestvollzugs (Ziff. 1),\neventualiter dessen Aufhebung im Umfang von CHF 652‘000.00 (Ziff. 2); unter allfälligen Kosten- und Entschädigungsfolgen (Ziff. 3).\n\n5. Am 26. April 2018 stellte das Betreibungsamt die Arresturkunde aus (VB 4) und\nersetzte diese am 1. Mai 2018 mit einer neuen Arresturkunde (VB 5). Die angepasste Arresturkunde weist einen tieferen Forderungsbetrag aus und enthält die Information, dass der Arrest als fruchtlos erachtet werde und die Arrestanzeige ohne\ngegenteiligen Bericht der Gläubigerin zurückgezogen und das Arrestverfahren eingestellt werde.\nGestützt auf den Inhalt der korrigierten Arresturkunde beantragte das Betreibungsamt in seiner Vernehmlassung vom 9. Mai 2018, die Beschwerde sei als gegenstandslos abzuschreiben.\n\n6. Mit Schreiben vom 30. Mai 2018 teilte das Betreibungsamt der Aufsichtsbehörde\nmit, dass die Gläubigerin die Aufrechterhaltung des Arrests wünsche und inzwischen die Arrestprosequierung eingeleitet habe. Die Forderung gelte als bestritten.\nDas Verfahren werde weitergeführt.\n\n2\n7. Die Gläubigerin beantragte innert zweimalig verlängerter Frist die Abweisung der\nBeschwerde, soweit darauf einzutreten sei (vgl. Stellungnahme vom 11. Juni 2018).\n\n8. Mit Verfügung vom 12. Juni 2018 wurden die Eingaben (inkl. Beilagen) den Verfahrensbeteiligten wechselseitig zugestellt und ein schriftlicher Entscheid in Aussicht\ngestellt. Die Verfahrensbeteiligten liessen sich nicht mehr vernehmen.\n\nII.\n\n9. Die Zuständigkeit der kantonalen Aufsichtsbehörde als Beschwerdeinstanz ergibt\nsich aus Art. 17 Abs. 1 des Bundesgesetzes über Schuldbetreibung und Konkurs\n(SchKG; SR 281.1) i.V.m. Art. 10 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs (EGSchKG; BSG 281.1).\n\n10. Mit Ausnahme der Fälle, in denen das Gesetz den Weg der gerichtlichen Klage\nvorschreibt, kann gegen jede Verfügung eines Betreibungs- oder Konkursamts bei\nder Aufsichtsbehörde wegen Gesetzesverletzung oder Unangemessenheit Beschwerde geführt werden (Art. 17 Abs. 1 SchKG). Die Beschwerde muss binnen\nzehn Tagen seit dem Tage, an welchem der Beschwerdeführer von der Verfügung\nKenntnis erhalten hat, angebracht werden.\n\n"}