{"Signatur": "BE_OG_007", "Spider": "BE_ZivilStraf", "Datum": "2017-11-01", "PDF": {"Datei": "BE_ZivilStraf/BE_OG_007_ABS-2017-315_2017-11-01.pdf", "URL": "https://www.zsg-entscheide.apps.be.ch/tribunapublikation/tribunavtplus/ServletDownload/ABS_2017_315_323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e7784991cb22bc6045640b960293e5205b1e86e4d32f3a1727a572b1193f2ab61765a9463bd58ac04d43ab4e90876d09e84d?path=323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e7784991cb22bc6045640b960293e5205b1e86e4d32f3a1727a572b1193f2ab61765a9463bd58ac04d43ab4e90876d09e84d&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=ABS_2017_315", "Checksum": "62c96c8dddba15586f73dd752fbe0f76"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["ABS 2017 315"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Bern Obergericht Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen 01.11.2017 ABS 2017 315"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Autorité de surveillance en matière de poursuite pour dettes et faillite 01.11.2017 ABS 2017 315"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Autorité de surveillance en matière de poursuite pour dettes et faillite"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna  Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen  des Obergerichts des Kantons Bern"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Abgrenzung Beschwerde / Gesuch um Neuschätzung im Arrestverfahren | BA EO, DS Oberaargau"}], "ScrapyJob": "446973/22/2112", "Zeit UTC": "04.12.2025 06:56:27", "Checksum": "02ee4d62c9e08a813fce5351889938cc", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Bern Obergericht Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen 01.11.2017 ABS 2017 315\nRegeste:\nAbgrenzung Beschwerde / Gesuch um Neuschätzung im Arrestverfahren | BA EO, DS Oberaargau\n\nObergericht Cour suprême\ndes Kantons Bern du canton de Berne\n\nAufsichtsbehörde in Betrei- Autorité de surveillance\nbungs- und Konkurssachen en matière de poursuite\net de faillite\n\nHochschulstrasse 17\nPostfach\nEntscheid\n3001 Bern ABS 17 315\nTelefon +41 31 635 48 04\nFax +41 31 634 50 53\naufsichtsbehoerdeschkg.bern@justice.be.ch\nwww.justice.be.ch/obergericht Bern, 1. November 2017\n\nBesetzung Oberrichter Studiger (Präsident), Oberrichter Hurni und Oberrichterin Grütter\nGerichtsschreiberin Eichenberger\n\nVerfahrensbeteiligte A.________\nBeschwerdeführerin\n\ngegen\n\nBetreibungsamt Emmental-Oberaargau, Dienststelle Oberaargau, Jurastrasse 22, 4900 Langenthal\n\nGegenstand Beschwerde (SchKG 17) / Gesuch um Neuschätzung\nRegeste:\nAbgrenzung Beschwerde / Gesuch um Neuschätzung im Arrestverfahren\n- Entscheidend ist, ob die Streitsache sich auf Kriterien bezieht, die bei der Schätzung zu\nberücksichtigen sind (diesfalls Beschwerde), oder auf den geschätzten (Verkaufs-)Wert\nals solchen (diesfalls Gesuch um Neuschätzung). (E. 6.3)\n- Analoge Anwendung von Art. 9 VZG auf das Arrestverfahren. (E. 10 und 11.1)\n\nErwägungen:\n\nI.\n\n1. Das Regionalgericht Emmental-Oberaargau erliess am 27. Juni 2017 im Verfahren\nCIV 17 1730 einen (berichtigten) Arrestbefehl zur Sicherung der Lohnforderung von\nA.________ (nachfolgend Beschwerdeführerin) gegen B.________. Dabei wurde\nunter anderem das Grundstück C.________-Gbbl. Nr.________ verarrestiert. Am\n27. Juni 2017 wurde die entsprechende Anmeldung zur Vormerkung einer Verfügungsbeschränkung im Grundbuch erlassen. Ein Arresteinspracheverfahren ist\nnoch hängig.\n\n2. Am 27. August 2017 stellte das Betreibungsamt Emmental-Oberaargau, Dienststelle Oberaargau, die Arresturkunde aus. Der Arresturkunde ist zu entnehmen, dass\nauf eine Verarrestierung der Liegenschaft C.________/.________ in Anwendung\nvon Art. 92 Abs. 2 SchKG verzichtet werde, da davon ausgegangen werde, dass\ndie Kosten einer Verwertung den mutmasslichen Erlös voraussichtlich übersteigen\nwürden.\n\n3. Mit Schreiben vom 6. September 2017 (Postaufgabe am 7. September 2017) gelangte A.________ (nachfolgend Beschwerdeführerin) an das Regionalgericht\nEmmental-Oberaargau mit den folgenden Anträgen:\n1. Die Liegenschaft C.________/.________ sei zu verarrestieren.\n2. Es sei eine neue Verkehrswertschätzung der Liegenschaft\nC.________/.________ vorzunehmen.\nZur Begründung hält die Beschwerdeführerin fest, das Betreibungsamt setze den\nWert der Liegenschaft mit CHF 760'000.00 ein. Dieser Wert beruhe auf einer Verkehrswertberechnung durch die D.________ AG vom 16. März 2017. Diese Schätzung sei ihr nie zur Einsichtnahme oder Stellungnahme zugestellt worden. Bei einer effektiven hypothekarischen Belastung der Liegenschaft von CHF 754'600.00\nkönne der angenommene Verkehrswert von CHF 760'00.00 unmöglich zutreffen.\nEs sei bekannt, dass gemäss der heutigen Bankpraxis max. 80% des Verkehrswerts einer Liegenschaft belehnt würden. Es müsse mindestens ein Verkehrswert\nvon CHF 943‘250.00 angenommen werden. Die Schätzung sei nicht mehr aktuell.\nHerr B.________ habe im Juli 2017 das Stöckli Nr. E.________, fachmännisch re-\n\n2\nnovieren lassen (neue Böden, neue Küchenabdeckung, Wände gestrichen, Fensterläden aufgefrischt und repariert, Garten gemacht, Sanitär und Heizungsanlage).\nEs sei also ein deutlicher Mehrwert vorhanden.\n\n4. Das Regionalgericht Emmental-Oberaargau leitete die Beschwerde mit Schreiben\nvom 11. September 2017 an die Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen weiter.\n\n5. Das Betreibungsamt Emmental-Oberaargau, Dienststelle Oberaargau, stellte in\nseiner Beschwerdeantwort vom 27. September 2017 den Antrag, die Beschwerde\nsei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei.\nZur Begründung führt das Betreibungsamt aus, der Schätzungswert des Grundstücks C.________ GBBI-Nr.________ sei aufgrund einer Expertenschätzung der\nD.________ AG, F.________, vom 16. März 2017 auf Fr. 760'000.00 festgesetzt\nworden. Die Beschwerdeführerin habe ihr Einsichtsrecht nie geltend gemacht. Gegen eine Neuschätzung des Grundstücks bestünden keine Einwände. Nach Art. 9\nAbs. 2 VZG stehe es jeder beteiligten Partei zu, bei der Aufsichtsbehörde gegen\nVorschuss der Kosten eine neue Schätzung durch Sachverständige zu verlangen.\nFalls bei einer allfälligen Neuschätzung von einem anderen Wert auszugehen sei,\nwerde eine Verarrestierung neu geprüft und gegebenenfalls das genannte Grundstück mit Arrest belegt. Sollte dies der Fall sein, würde die Beschwerde betreffend\nder nicht erfolgten Verarrestierung hinfällig.\n\nII.\n\n"}