{"Signatur": "BE_OG_007", "Spider": "BE_ZivilStraf", "Datum": "2017-09-07", "PDF": {"Datei": "BE_ZivilStraf/BE_OG_007_ABS-2017-210_2017-09-07.pdf", "URL": "https://www.zsg-entscheide.apps.be.ch/tribunapublikation/tribunavtplus/ServletDownload/ABS_2017_210_323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e778f16f687ecffafa6640633ae601d5300423f24cb01804be7897c22de999ec2b71fe762ef9e30a02bbc00d67f657a1e8df?path=323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e778f16f687ecffafa6640633ae601d5300423f24cb01804be7897c22de999ec2b71fe762ef9e30a02bbc00d67f657a1e8df&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=ABS_2017_210", "Checksum": "4479814501a7669ae5ea14d14711e50b"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["ABS 2017 210"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Bern Obergericht Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen 07.09.2017 ABS 2017 210"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Autorité de surveillance en matière de poursuite pour dettes et faillite 07.09.2017 ABS 2017 210"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Autorité de surveillance en matière de poursuite pour dettes et faillite"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna  Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen  des Obergerichts des Kantons Bern"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Beseitigung Rechtsvorschlag | BA BM, DS Mittelland"}], "ScrapyJob": "446973/22/2112", "Zeit UTC": "04.12.2025 07:06:35", "Checksum": "751392eee3acc58d8deb988cc7cbef7b", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Bern Obergericht Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen 07.09.2017 ABS 2017 210\nRegeste:\nBeseitigung Rechtsvorschlag | BA BM, DS Mittelland\n\nObergericht Cour suprême\ndes Kantons Bern du canton de Berne\n\nAufsichtsbehörde in Betrei- Autorité de surveillance\nbungs- und Konkurssachen en matière de poursuite\net de faillite\n\nHochschulstrasse 17\nPostfach\nEntscheid\n3001 Bern ABS 17 210\nTelefon +41 31 635 48 04\nFax +41 31 635 48 14\naufsichtsbehoerdeschkg.bern@justice.be.ch\nwww.justice.be.ch/obergericht Bern, 7. September 2017\n\nBesetzung Oberrichter Studiger (Präsident), Oberrichter Hurni und Oberrichterin Grütter\nGerichtsschreiberin Eichenberger\n\nVerfahrensbeteiligte A.________\nBeschwerdeführerin\n\ngegen\n\nBetreibungsamt Bern-Mittelland, Dienststelle Mittelland, Poststrasse 25, 3071 Ostermundigen\n\nGegenstand Beschwerde (SchKG 17)\nRegeste:\nDie Verfügung der Krankenkasse, mit welcher der Rechtsvorschlag beseitigt wird, kann\nmittels A-Post Plus zugestellt werden. Die Beweislast für die Zustellung liegt beim Gläubiger. (E. 9.5 – 9.7)\n\nErwägungen:\n\nI.\n\n1.\n1.1 Die Schuldnerin (nachfolgend Beschwerdeführerin) wird von der B.________\n(nachfolgend Gläubigerin) für Prämien für die obligatorische Krankenversicherung\n(10.2016 und 11.2016) in der Höhe von CHF 479.60 zuzüglich Zins zu 5% seit 18.\nOktober 2016 sowie Mahnspesen von CHF 50.00 und einer Dossiergebühr von\nCHF 50.00 betrieben (vgl. Zahlungsbefehl vom 31. Januar 2017, Betreibung\nNr.________). Die Beschwerdeführerin erhob am 9. Februar 2017 Rechtsvorschlag.\n1.2 Mit Verfügung vom 13. Februar 2017 hob die Gläubigerin den Rechtsvorschlag\nüber den Betrag von CHF 640.75 auf und hielt fest, dass die Beschwerdeführerin\nden Betrag von CHF 479.60 zuzüglich Mahnspesen von CHF 50.00 und Zins von\nCHF 7.85 sowie Betreibungsspesen von CHF 53.30 schulde.\nDie Verfügung wurde am 13. Februar 2013 mittels A-Post-Plus an die Beschwerdeführerin versandt (vgl. Postborderau vom 13. Februar 2017).\n1.3 Die Beschwerdeführerin leistete eine Teilzahlung in der Höhe von CHF 112.75 (vgl.\nSchreiben Gläubigerin vom 13. Februar 2017) sowie eine weitere Teilzahlung in\nder Höhe von CHF 479.60 (vgl. Schreiben Gläubigerin vom 14. Februar 2017).\n1.4 Mit Schreiben vom 27. März 2017 stellte die Gläubigerin das Fortsetzungsbegehren für die Restforderung von CHF 40.55.\nGleichentags bestätigte die Gläubigerin gegenüber dem Betreibungsamt Bern-\nMittelland, dass die Beschwerdeführerin in der Betreibung Nr.________ keine Einsprache erhoben habe und die Verfügung somit rechtskräftig sei (vgl. Schreiben\nGläubigerin vom 27. März 2017).\n\n2. Die Mitteilung des Pfändungsvollzugs datiert vom 10. April 2017. Die pfändbare\nLohnquote wurde auf CHF 1‘405.90 bestimmt (vgl. Existenzminimums-Berechnung\nvom 9. Februar 2017). Die Pfändung in der Pfändungsgruppe Nr.________ wurde\nam 25. April 2017 vollzogen.\n\n3. Mit Eingabe vom 12. Juni erhob die Beschwerdeführerin Beschwerde gegen den\nPfändungsvollzug. Sie führte aus, dass sie am 9. Februar 2017 Rechtsvorschlag\ngegen den Zahlungsbefehl erhoben habe. Die Beseitigung des Rechtsvorschlags\nsei nur beim Richter aufgrund eines vollstreckbaren Entscheids im Rechtsöff-\n\n2\nnungsverfahren möglich. Das Rechtsöffnungsverfahren sei nicht vollzogen worden.\nDeshalb sei der Pfändungsvollzug rechtswidrig und aufzuheben.\n\n4. Das Betreibungs- und Konkursamt Bern-Mittelland schloss auf Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung führte das Amt aus, es gehe um eine Forderung der\nobligatorischen Krankenversicherung, weshalb ein öffentlich-rechtlicher Anspruch\nvorliege. Im Bereich der obligatorischen Krankenversicherung komme den Krankenkassen die Kompetenz zu, den Rechtsvorschlag selber zu beseitigen. Der Weg\nüber eine unabhängige gerichtliche Instanz entfalle. Die Gläubigerin habe mit Verfügung vom 13. Februar 2017 den Rechtsvorschlag erfolgreich beseitigt. Es sei\nkeine Einsprache erhoben worden, womit der Zahlungsbefehl rechtskräftig sei und\ndie Gläubigerin zu Recht das Fortsetzungsbegehren gestellt habe. Die in der Folge\nangekündigte und vollzogene Pfändung sei rechtmässig erfolgt.\n\n5. In ihrer Eingabe vom 6. Juli 2017 hielt die Beschwerdeführerin fest, die Verfügung\nvom 13. Februar 2017 sei zu keinem Zeitpunkt in ihren persönlichen Machtbereich\ngelangt. Somit sei von einem unrechtmässigen Fortsetzungsbegehren auszugehen. Mit diesem Vorgehen sei ihr Anspruch auf Einsprache verletzt worden. Es\nwerde fälschlicherweise davon ausgegangen, dass sie nicht von ihrem Einspracherecht Gebrauch gemacht habe. Trotz mehrfacher Aufforderung, die Beseitigung\ndes Rechtsvorschlags schriftlich vorzulegen, verweigere sich der Beschwerdegegner diesem Begehren. Das Fortsetzungsbegehren sei aufgrund formeller Mängel\naufzuheben.\n\n"}