{"Signatur": "BE_OG_007", "Spider": "BE_ZivilStraf", "Datum": "2017-02-01", "PDF": {"Datei": "BE_ZivilStraf/BE_OG_007_ABS-2016-422_2017-02-01.pdf", "URL": "https://www.zsg-entscheide.apps.be.ch/tribunapublikation/tribunavtplus/ServletDownload/ABS_2016_422_323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e778d066fb569fa71074afc18d1d96d37a040c13975c4171195d75e3c17d70fa2cba6a894bde56b866f210492af37876743f?path=323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e778d066fb569fa71074afc18d1d96d37a040c13975c4171195d75e3c17d70fa2cba6a894bde56b866f210492af37876743f&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=ABS_2016_422", "Checksum": "6bf055e8a63f3a0a82d132b7e7d462c2"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["ABS 2016 422"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Bern Obergericht Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen 01.02.2017 ABS 2016 422"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Autorité de surveillance en matière de poursuite pour dettes et faillite 01.02.2017 ABS 2016 422"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Autorité de surveillance en matière de poursuite pour dettes et faillite"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna  Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen  des Obergerichts des Kantons Bern"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Spezialliquidation nach Art. 230a Abs. 2 SchKG | KA EO, DS Emmental-Oberaargau"}], "ScrapyJob": "446973/22/2112", "Zeit UTC": "04.12.2025 07:45:41", "Checksum": "63719f0dc24d1e8b01bb3da1bf223b50", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Bern Obergericht Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen 01.02.2017 ABS 2016 422\nRegeste:\nSpezialliquidation nach Art. 230a Abs. 2 SchKG | KA EO, DS Emmental-Oberaargau\n\nObergericht Cour suprême\ndes Kantons Bern du canton de Berne\n\nAufsichtsbehörde in Betrei- Autorité de surveillance\nbungs- und Konkurssachen en matière de poursuite\net de faillite\n\nHochschulstrasse 17\nPostfach\nEntscheid\n3001 Bern ABS 16 422\nTelefon +41 31 635 48 04\nFax +41 31 635 48 14\naufsichtsbehoerdeschkg.bern@justice.be.ch\nwww.justice.be.ch/obergericht Bern, 1. Februar 2017\n\nBesetzung Oberrichter Studiger (Präsident), Oberrichter D. Bähler und Oberrichterin Grütter\nGerichtsschreiberin Peng\n\nVerfahrensbeteiligte A.________ AG\nvertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. B.________\nBeschwerdeführerin\n\ngegen\n\nKonkursamt Emmental-Oberaargau, Dienststelle Emmental-\nOberaargau, Jurastrasse 22, 4900 Langenthal\n\nGegenstand Beschwerde (SchKG 17)\nRegeste:\nSpezialliquidation nach Art. 230a Abs. 2 SchKG\nSchicksal eines Mietzinsdepots im Konkurs des Mieters (E. 14).\nNach Einstellung des Konkurses über eine juristische Person mangels Aktiven erfolgt die\nLiquidation von verpfändeten Vermögenswerten der Konkursmasse auf Verlangen eines\nPfandgläubigers nach Art. 230a Abs. 2 SchKG. Anwendbarkeit der Regeln des\nsummarischen Konkursverfahrens für die Spezialliquidation des Pfandes. Erstellung eines\nKollokationsplans (E. 15 und 16).\n\nErwägungen:\n\n1. Mit Vertrag vom 28. April 2015 mietete die C.________ GmbH (nachfolgend:\nSchuldnerin) bei der A.________ AG (nachfolgend: Beschwerdeführerin) eine Gewerbeliegenschaft inkl. Inventar am D.________weg 1 in E.________. Für dieses\nMietverhältnis wurde ein Mieterkautionssparkonto mit einer Einlage von\nCHF 117‘000.00 bei der Raiffeisenbank F.________ (nachfolgend: Raiffeisenbank)\nerrichtet (Mieterkautionssparkonto Nr. ________; Beschwerdebeilage [BB] 2).\n\n2. Das Regionalgericht Emmental-Oberaargau eröffnete am 11. Februar 2016 den\nKonkurs über die Schuldnerin (Vernehmlassungsbeilage [VB] 1).\n\n3. Am 6. Mai 2016 meldete die Beschwerdeführerin beim Konkursamt Emmental-\nOberaargau, Dienststelle Emmental-Oberaargau (nachfolgend: Konkursamt), eine\nForderung im Umfang von CHF 22‘960.90 an (VB 6). Sie teilte dem Konkursamt mit\nE-Mail vom 7. Juli 2016 mit, dass sie zwischenzeitlich von der Versicherung einen\nBetrag von CHF 6‘416.40 erhalten habe und somit nur noch eine Restanz von\nCHF 16‘544.50 verbleibe.\n\n4. Mit Entscheid vom 5. September 2016 (VB 4) wurde das Konkursverfahren mangels Aktiven eingestellt. Die Einstellung des Konkursverfahrens wurde öffentlich\npubliziert. Innert der angesetzten Frist bis zum 2. Oktober 2016 leistete kein Gläubiger den geforderten Kostenvorschuss zur Durchführung des Verfahrens.\n\n5. Mit Schreiben vom 6. Oktober 2016 (BB 3) informierte das Konkursamt die Beschwerdeführerin darüber, dass es die Ausstände aus dem Mietverhältnis geprüft\nhabe. Es anerkannte ausstehende Beträge im Umfang von CHF 7‘338.90. Weiter\nerklärte das Konkursamt, dass der Betrag von CHF 8‘523.70 für Anwalts-, Parteiund Verfahrenskosten nicht durch die Mietzinskaution gedeckt sei. Die Mietzinskaution decke nur Ansprüche, welche in direktem Zusammenhang mit der Mietsache entstehen würden.\n\n6. Am gleichen Tag teilte das Konkursamt der Raiffeisenbank mit, dass der Betrag\nvon CHF 7‘338.90 vom Mieterkautionssparkonto an die Beschwerdeführerin aus-\n\n2\nbezahlt werden könne. Den Restbetrag könne die Raiffeisenbank mit der offenen\nForderung aus dem Kontokorrent verrechnen (VB 8).\n\n7. Auf die in der Folge von der Beschwerdeführerin gegen die Nichtberücksichtigung\ndes Betrages von CHF 8‘523.70 erhobenen Einwände ging das Konkursamt nicht\nein. Mit Schreiben vom 23. November 2016 (BB 4) führte das Konkursamt aus,\ndass es an seinem Entscheid vom 6. Oktober 2016 festhalte. Der Beschwerdeführerin stehe es jederzeit frei, wegen Rechtsverweigerung Beschwerde zu erheben.\nEs brauche dafür keine anfechtbare Verfügung.\n\n8. Mit Eingabe vom 13. Dezember 2016 (Postaufgabe am gleichen Tag) gelangte die\nBeschwerdeführerin an die kantonale Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen. Sie stellte den Antrag, das Konkursamt sei anzuweisen, den Betrag\nvon CHF 8‘523.70 an sie auszubezahlen. Die Beschwerdeführerin brachte vor,\ndass aus Ziff. 4 des Mieterkautionssparkonto-Vertrages hervorgehe, dass die Einlage von CHF 117‘000.00 zur Sicherstellung aller aus dem Mietverhältnis und der\nSchlussabrechnung entstehenden Ansprüche des Vermieters diene. Somit seien\nnicht nur die direkten Kosten durch die Mietzinskaution gedeckt. Die Verweigerung\nder Auszahlung des Betrages von CHF 8‘523.70 sei somit unrechtmässig.\n\n"}