Es bejaht die Tatidentität, wenn dem ersten und dem zweiten Strafverfahren identische oder im Wesentlichen gleiche Tatsachen zugrunde liegen. Auf die rechtliche Qualifikation dieser Tatsachen kommt es nicht an (vgl. BGE 144 IV 362 E. 1.3.2 und BGE 137 I 363 E. 2.2 sowie Urteile des Bundesgerichts 6B_1053/2017 vom 17. Mai 2018 E. 4 und 6B_453/2017 vom 16. März 2018 E. 1.2, nicht publ. in: BGE 144 IV 172; je mit Hinweisen). Der Grundsatz «ne bis in idem» kann mithin dazu führen, dass inhaltlich unrichtige Entscheide Verbindlichkeit erlangen (NIGG- LI/HEER/WIPRÄCHTIGER, in: Basler Kommentar Strafprozessordnung, 3. Aufl.