Dass die Beschuldigte in einiger Entfernung zum Opfer beim Waldweg auf das Eintreffen der Rettungskräfte wartete, ist vor diesem Hintergrund nicht überzubewerten. Die proaktive Erklärung der Beschuldigten bereits kurze Zeit nach dem Auffinden ihrer Tochter auf dem Polizeiposten, wonach man an ihren Händen sicherlich Blut ihrer Tochter finden könne, da sie sie berührt habe, offenbart indessen wiederum, dass sich die Beschuldigte bereits zu diesem Zeitpunkt Gedanken zur Spurenlage und zu den sich daraus zu ziehenden Schlüssen gemacht hat. Wird ein regungslos aufgefundenes Familienmitglied berührt, um den Puls zu ertasten, sind entsprechende Spuren indes ohne weiteres zu erwarten.