109 setzt werden. Der Genugtuungsanspruch kann aber ganz wegfallen oder reduziert werden, wo die Beziehungen «so lose oder wenig herzlich waren, dass man von einem wahren Leid nicht sprechen kann» (Urteil BGer 6B_1070/2015 vom 02.08.2016 E. 1.3.2 m.w.H.; vgl. auch BGE 125 III 412 E. 2a; BSK OR I-KESSLER, a.a.O., N 1, N 5 und N 9 zu Art. 47; LANDOLT, Genugtuungsrecht, 2. Aufl. 2020, Rz. 949). Die Festsetzung der Höhe der Genugtuung ist also eine Entscheidung nach Billigkeit und beruht auf richterlichem Ermessen.