Wenngleich Cannabis umgangssprachlich zu den «weichen Drogen» zählt, dürfen die schädlichen Auswirkungen des Cannabis-Konsums – speziell auf die physische und psychische Entwicklung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen – nicht bagatellisiert werden. Auch wenn der THC-Gehalt vorliegend im Zeitpunkt der Hausdurchsuchung gerade erst 1 % bzw. mit 1.4 % leicht erreichte bzw. leicht überschritt, war damals schon rund 50.4 kg Cannabis angebaut, welcher zu einem späteren Zeitpunkt hätte geerntet und verkauft werden sollen. Die Gefährdung des geschützten Rechtsguts der Volksgesundheit ist nicht zu unterschätzen.