Bei einer lückenlosen Behandlung in einem gut strukturierten und engmaschig begleiteten Setting könne die Rückfallgefahr reduziert werden. Besonders ungünstig sei andererseits die brüchige Krankheitseinsicht und die erheblich beeinträchtigte soziale Kompetenz vor dem Hintergrund des schizophrenen Residualzustands mit geringer Frustrationstoleranz und ausgeprägter Impulsivität im Rahmen von Konflikten jeder Art. Zwar sei eine schizophrene Erkrankung gut therapierbar, der Beschuldigte stehe einer regelmässigen medizinisch-psychiatrischen Behandlung und auch Medikation jedoch nach wie vor ambivalent gegenüber (pag. 1179).