so auch Urteil des Obergerichts des Kantons Bern SK 23 203 vom 24. Mai 2024 E. II.5.2). Es wäre stossend, wenn Tatsachen, von denen erst nach dem Urteil des erstinstanzlichen Gerichts Kenntnis erlangt wurde, nicht – auch zum Nachteil der beschuldigten Person – verwendet werden könnten (BGE 144 IV 198 E. 5.4.3; Botschaft vom 21. Dezember 2005 zur Vereinheitlichung des Strafprozessrechts, BBl 2006 1311 Ziff. 2.9.1). Eine solche Tatsache stellt das während hängigen Berufungsverfahrens ergangene Urteil der Regionalen Staatsanwaltschaft Oberland vom 22. Januar 2024 dar (vgl. E. 13.4 hiernach).