Folglich besteht gemäss der Rechtsprechung bei einer Einmündung nur eine Ausnahme von der allgemeinen Vortrittsregel, wenn der eine Verkehrsweg eine Durchgangsstrasse ist und der andere eine Seiten- oder Nebenstrasse, die offenkundig nicht dem Durchgangsverkehr dient und die praktisch keine oder nur eine geringe Verkehrsbedeutung hat (vgl. BGE 123 IV 218 E. 3a; 106 IV 56 E. 2 = Pra 69 Nr. 100 ; BUSSY/RUSCONI, Code suisse de la circulation routière, Lausanne 1996, N 3.3 zu Art. 36 S. 386 ff.; vgl. auch RENÉ SCHAFFHAUSER, Grundriss des schweizerischen Strassenverkehrsrechts, Bern 1984, Bd. I, N 654 ff.).