Aufhorchen lässt zudem, dass er sich bis zur Berufungsverhandlung – und damit während rund fünfeinhalb Jahren – keine Gedanken über das Vorgefallene gemacht und mit seinem Umfeld nicht gross darüber gesprochen haben will. Es erscheint lebensfremd und unüblich – mithin unglaubhaft – dass er bis dato nicht das Bedürfnis verspürt haben will, seine Erinnerungslücken zu füllen, und weder mit seiner Familie noch seinen Clubkollegen über den 11. Mai 2019 gesprochen haben will, der sowohl sein Privatleben (infolge Milzentfernung und hängigem Strafverfahren) als auch die schweizerische Motorradclubszene nachhaltig geprägt haben dürfte und von grossem medialem Interesse war.