Wie im Gutachten ausgeführt, seien bei der Suchterkrankung die Behandlungsaussichten günstig, auch wenn die Langzeitstatistiken zeigen würden, dass ein Rückfall in den Drogenkonsum häufiger sei als die Abstinenz. Dies habe auch zu einem Paradigmenwechsel geführt, als dass man eher die Stabilisierung der gesamten Situation durch Substitution anstreben wolle als totale Abstinenz, sog. «harm-reduction». Dies funktioniere beim Beschuldigten sehr gut. Die Behandlungsmöglichkeiten der persönlichkeitsbezogenen Anteile seien mit zunehmendem Alter schwieriger, weil wenn einmal eine solche Charaktereigenschaft etabliert sei, werde es schwieriger, diese wieder loszuwerden.