Der Gutachter hielt diesbezüglich im Gutachten vom 25. März 2019 fest, eine an Gott gerichtete Bitte, sich der Feinde der Religion anzunehmen, sei im Kontext islamischer Predigten nicht unüblich. Allgemeinhin werde unter dieser Formulierung ein kosmologischer Kampf zwischen Gut und Böse, zwischen Wahrheit und Irrtum verstanden. Das Eingreifen Gottes gegen die Feinde der Religion werde demnach zuvorderst im Sinne einer kosmologischen Wiederherstellung von Gerechtigkeit verstanden, die sich in der Heimsuchung durch Katastrophen niederschlage. Von einer solchen grundsätzlichen Wahrnehmung scheine auch der Prediger auszugehen.