Skrupellos handelt etwa, wer seine Gesprächspartnerin dadurch zum Schweigen bringen will, dass er sie mit beiden Händen am Hals packt und heftig würgt (Urteil des Bundesgerichts 6B_83/2016 vom 15. Juni 2016; DONATSCH, in: OFK, StGB/JStG mit Hinweis auf die Rechtsprechung, 21. Aufl. 2022, N. 3 zu Art. 129 StGB). Unter Skrupellosigkeit ist ein in schwerem Grad vorwerfbares, rücksichts- oder hemmungsloses Verhalten zu verstehen (BGE 122 IV 1 E. 5.1; Urteil des Bundesgerichts 6B_1017/2019 vom 20. November 2019 E. 2.2). Dafür sind die Höhe der geschaffenen Gefahr sowie die Beweggründe des Täters zu beurteilen.