Im Rahmen der ersten Vergewaltigung hielt er ihr zur Unterdrückung ihrer verbalen Gegenwehr mit seiner Hand den Mund zu, sodass sie kaum mehr atmen konnte, wohingegen er ihr beim zweiten Vorfall mit dem gleichen Ziel «Kleenex»-Taschentücher in den Mund stopfte. In objektiver Hinsicht sind die beiden Vorfälle in ihrer Tatschwere vergleichbar. Es sind zwar – gerade was die physische Komponente angelangt – weitaus schlimmere Vorgehensweisen denkbar. Der Beschuldigte handelte zielstrebig und brachial, wendete aber vergleichsweise wenig Gewalt an.