Ihre Aussagen waren konstant und glaubhaft, selbst wenn die angeblichen Vergewaltigungen bis dahin nicht zur Sprache kamen. Dass sie über die Vergewaltigungen erstmals bei der Staatsanwaltschaft am 7. November 2017 sprach, erklärte sie in der Folge – wie erwähnt – stets mit persönlichen (insbesondere Angst und Scham) sowie kulturellen Gründen, weswegen sie nicht darüber habe sprechen können (bezeichnend pag. 132 Z. 276, «man wird ausgelacht, wenn man etwas sagt»; pag. 135 Z. 388 f.: «Das ist für die Frau eine Schande, sich scheiden zu lassen. Ich war dagegen, mit ihm zu schlafen, aber ich musste mich zwingen»;