Gerade die anschauliche Erzählung des Nachtatverhaltens des Beschuldigten, welche sie durch die passenden Imitationen bildlich untermauerte, ist nach Ansicht der Kammer an Glaubhaftigkeit nicht zu überbieten. Dass er seinen Penis im Lavabo gewaschen, hierfür daran gerieben habe und dafür auch noch auf die Zehenspitzen habe stehen müssen, kann sich ein 6-jähriges Mädchen kaum ausdenken, hätte sie es nicht mit eigenen Augen gesehen. Es dürfte ihr auch kaum bekannt gewesen sein, dass ein solches Verhalten für das männliche Geschlecht nach einem Samenerguss überhaupt infrage kommen könnte.