Nach dieser langen Zeit mit mehreren informellen Befragungen und einer forensisch-gynäkologischen Untersuchung im Frauenspital Bern (pag. 252) ist eine gewisse Ermattung und Wortkargheit absolut nachvollziehbar. Dennoch weisen ihre Aussagen zahlreiche Realitätskriterien auf und wirken erlebnisbasiert. Beispielhaft kann hervorgehoben werden, dass sie auf Frage zum Vorwurf zunächst ausführlich erklärte, wieso der Beschuldigte überhaupt bei ihr gewesen ist (vgl. pag. 628, Z. 66 ff.). Lebhaft schilderte sie Emotionen und innere Vorgänge, beispielsweise dass sie den Beschuldigten nach dem Abendessen eigentlich habe loswerden wollen (pag.