Die Beschuldigte war in ihren Aussagen oft widersprüchlich und inkonsistent. Sie gab sich zuerst komplett unschuldig, sie habe sich bloss selbst prostituiert. Auf Vorhalt der entsprechenden Ermittlungsergebnisse konnte sie sich schliesslich nach und nach zu einem Geständnis durchringen. Als sie eingestand, die Ausübung der Prostitution der Frauen koordiniert zu haben, bestritt sie vorerst noch den Vorwurf, wonach sie als «Capo-Frau» fungiert habe (pag. 265, Z. 551 ff.). Sie gab an, die Frauen hätten ihr den Anteil an ihrem Entgelt freiwillig gegeben (Z. 566 ff.; pag. 266, Z. 634 f.).