Weiter ist auffällig, dass der Beschuldigte im Vorverfahren immer dann ein neues Bedrohungsszenario oder eine neue Zwangssituation schilderte, wenn ihm wesentliche neue Vorhalte gemacht wurden: In seinen ersten Aussagen am 27. Mai 2019 bestritt er noch jeglichen Handel mit Betäubungsmitteln, gab nur den Besitz des sichergestellten Kokainsteins zu und sagte, diesen habe er von der Mafia erhalten. Er habe «dies» machen müssen, weil sie ihn bedroht hätten (pag. 279 Z. 65). Auf den pauschalen Vorhalt, es bestünden Ermittlungen und Aussagen, wonach er mindestens seit Oktober 2018 Betäubungsmittel verkaufe oder abgebe, sagte er noch: «Sie lügen» (pag. 280 Z. 88).