Ist eine Urkunde unecht, greift immer schon der Tatbestand der Urkundenfälschung im engeren Sinne, so dass sich die Frage nach der inhaltlichen Wahrheit nicht mehr stellt. Der Tatbestand der Falschbeurkundung betrifft stets nur echte, aber inhaltlich unwahre Urkunden (PK StGB-TRECHSEL/ERNI 2021, Art. 251 N 6). Unter der Tathandlung des Gebrauchmachens ist die Benutzung der Urkunde im Rechtsverkehr gemeint. Die gefälschte oder unwahre Urkunde muss dafür der zu täuschenden Person mindestens zugänglich gemacht werden (BSK StGB-BOOG, Art. 251 N 163). Für den Fälscher der Urkunde selber ist der Gebrauch mitbestrafte Nachtat (PK StGB-TRECHSEL/ERNI 2021, Art. 251 N 11).