Wird jemanden vorgeworfenen er sei dumm und solle dies nicht so zur Schau stellen, verletzt die Person klarer Weises in ihrer Eigenschaft als ehrbarer Mensch. Der Beschuldigte verbindet den Angriff auf die Geschädigte in ihrer beruflichen Stellung mit ihrem persönlichen Verhalten. Die im Brief gemachten Äusserungen beziehen sich nach Ansicht des Gerichts deshalb nicht nur auf den beruflichen Bereich von F.________, sondern betreffen im Gesamtzusammenhang des Briefes auch ihre grundsätzliche Geltung als ehrbarer Mensch. Sie sind damit als ehrenrührigen Tatsachenbehauptungen zu qualifizieren.