Die wohl herrschende Lehre geht davon aus, dass zwischen den Tatbeständen von Art. 182 StGB und Art. 195 StGB unechte Konkurrenz besteht, da der Menschenhandel definitionsgemäss die sexuelle Ausbeutung mitumfasse (beispielsweise BSK StGB-DELNON/RÜDY, Art. 182 N 45; STRATEN- WERTH/JENNY/BOMMER, a.a.O, § 5 N 16; PK StGB-TRECHSEL/FINGERHUTH, Art. 182 N 9) und die Förde- rung der Prostitution konsumiere. Die Minderheitsmeinung (z.B. DONATSCH, Strafrecht III, S. 452) und die bundesrätliche Botschaft BBl 2005 2807, S. 2836) gehen demgegenüber von echter Konkurrenz aus.