So wurde die Nacht vom 16./17. März 2018 mit dem Beschuldigten in den Chatnachrichten zum Teil recht detailliert thematisiert, bevor es nach gut drei Monaten schliesslich zur Anzeige kam (pag. 2 ff.). Es ist in Anbetracht der Umstände nicht davon auszugehen, dass die Strafklägerin bei einer falschen Beschuldigung via Chat vorgängig das «Terrain» für die Strafverfolgung hätte ebnen sollen. Sie schrieb ihm vorab gar noch: «Ke angst. Weni di hätt wöuä verpfiffä hättis am nächstä tag gmacht» (pag. 62), was klar gegen ein planmässiges und berechnendes Vorgehen spricht.