Es waren jedoch in erster Linie die Bordellbetreiberinnen, die die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Opfer diktierten, deren Einnahmen beschlagnahmten und den Druck gegen sie vor Ort aufrechterhielten. Die Beschuldigte war physisch nicht präsent, sondern übte lediglich indirekt mittels Li- ne-Chats Druck auf die Opfer aus, indem sie ihnen den Restschuldbetrag mitteilte und sie zum «Weiterarbeiten» anhielt. Zudem verbreitete sie ein Klima der Angst, indem sie über Opfer, die geflohen waren, sagte, das mache nichts, sie kenne ja die Adresse von deren Eltern.