Die restlichen 50 % wurden für Essen und Internetinserate sowie zur Schuldentilgung verwendet. Abgesehen von einem Betrag von CHF 1‘000.00 pro Monat, den sie an ihre Familien schicken konnten, mussten die Opfer somit ihre gesamten Einnahmen abgeben. Sie durften das Bordell in der Regel nicht alleine verlassen und mussten im Haushalt helfen. Sie verfügten über keinerlei Freizeit, sondern mussten 24 Stunden 7 Tage die Woche zur Verfügung stehen, falls Kunden sexuelle Dienstleistungen in Anspruch nehmen wollten. Das Schlafzimmer der Opfer war dabei gleichzeitig ihr Arbeitszimmer, wobei nicht jede Person über ein eigenes Bett verfügte. Eine Privatsphäre hatten die Opfer nicht.