Die Beschuldigte nahm den Opfern nach der ersten Kontaktaufnahme auch die Reisepässe weg und verfügte über deren Personendaten, was das Machtverhältnis weiter zu ihren Gunsten verschob. Hinzu kommt schliesslich, dass die Opfer aus ärmlichen Verhältnissen stammten und daher auf Geld angewiesen waren. Ihre Familien hatten teilweise hohe Schulden und nach der thailändischen Kultur war es Aufgabe der Opfer, diese Schulden abzubezahlen. Auf den Schultern der Opfer lastete somit ein grosser Druck, zu Geld zu kommen. Auch insofern waren sie in ihrer Entscheidungsfreiheit eingeschränkt. Es liegt damit keine gültige Einwilligung der Opfer in den Menschenhandel vor.