In den Fällen, die vom modus operandi der Beschuldigten erfasst waren, warb diese junge Menschen aus Thailand an, besorgte ihnen Flugtickets inklusive Visum und vermittelte sie an Bordelle in der Schweiz. Sie trieb damit als Anwerberin und Anbieterin Handel mit Menschen. Dies geschah formal mit dem Willen der Opfer. Deren Einverständnis war jedoch mangelhaft. Entsprechend ihrem modus operandi verschwieg die Beschuldigte den Opfern wesentliche Aspekte der Arbeits- und Lebensbedingungen in der Schweiz.