Danach sei sie für einen Monat nach Singapur gegangen, um dort als Prostituierte zu arbeiten, bevor sie wieder zurück nach Thailand gegangen sei. Sie müsse ihre Mutter, ihre zwei Stiefbrüder sowie andere Verwandte, die im Haus wohnten (Bruder, Cousine und Tante), finanziell unterstützen. Ihr letzter monatlicher Verdienst in Thailand sei TBH 10‘000 (ungefähr CHF 300.00) gewesen. Dies habe nach Abzug des Geldes für die Fürsorge ihrer Mutter nicht gereicht, um zu überleben. Sie habe sich daher bei ihrem Vorgesetzten im Umfang von TBH 30‘000 (ungefähr CHF 900.00) verschulden müssen. Zudem habe sie noch TBH 30‘000 Kreditkartenschulden (pag. 8‘269 Z. 47 ff.; pag. 8‘313 Z. 69 ff.).