Allerdings liessen seine damals gemachten Angaben zu seiner 2014 erfolgten Verurteilung wegen sexuellen Handlungen zum Nachteil von Kindern erkennen, dass bei ihm in dieser Frage keinesfalls ein angemessenes Problembewusstsein bestehe und er im Rahmen der Therapiesitzungen den in seinen Jugendjahren erlittenen sexuellen Missbrauch stark in den Vordergrund gestellt habe. Dies lasse vermuten, dass er dazu neige, sich in eine «Opferrolle» zu begeben und er zu einer selbstkritischen Reflektion des eigenen Verhaltens kaum in der Lage sei (pag. 854). Der Therapieverlaufsbericht vom 8. November 2019 bestätigt dieses Bild.